Deutschland: Abgeordnete auf ominöser Reise in der Karibik/Kuba


(C) christy267, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Einem aktuellen Bericht von "Welt" nach, hätte der deutsche Bund der Steuerzahler nun eine Kuba-Reise von mehreren Bundestagsabgeordneten in scharfer Weise kritisiert. Man bezeichnet den "Ausflug" als kostspieliges Ärgernis für die Bürger.

Besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten werden jene Eskapaden umso kritischer beäugt. Viele Bürger, die denn noch arbeiten, müssen insgesamt an den Staat massig Steuern abtreten (Einkommenssteuer, MWST, Öko-Steuer etc.), welche für teils ominöse Dinge verblasen werden - so wie etwa diese Kuba-Reise.

Es sei nach Ansicht des Bunds der Steuerzahler völlig unklar, welche Erkenntnisse die Abgeordneten auf dem Kuba-Trip gewinnen wollten. Für den Steuerzahler sei jene Reise ein kostspieliges Ärgernis. Auch das Bundestagspräsidium müsse sich die Frage stellen, warum es die Reise genehmigt hat.

Aktuell besuchen fünf Bundestagsabgeordnete die Insel in der Karibik. Offiziell deklariert, um sich dort unter anderem über die Entwicklungen der kubanischen Landwirtschaft zu informieren. Seitens der Bundestagsverwaltung gab man zu verstehen, dass es sich bei den Reisenden um "Berichterstatter" für die Einzeletats Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie Entwicklung handeln würde.

Auch seien bei dem Karibik-Trip Gespräche mit der politischen Führung des Landes und mit Vertretern zivilgesellschaftlicher Gruppierungen geplant. Zugegeben, mit der Führung des Landes können die meisten Urlauber nicht sprechen.

Schon im vergangenen Dezember hatte es harsche Kritik an der Reise gegeben. Es sei nicht nachvollziehbar, warum eine Delegation des Haushaltsausschusses nach Kuba reisen muss, um sich vor Ort über die kubanische Land- und Ernährungswirtschaft zu informieren", sagte der Leiter der Abteilung Haushalts- und Finanzpolitik beim Steuerzahlerbund.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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