Sammelklage: AIG will doch nicht gegen US-Regierung klagen


(C) eflon, 2009, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Der Versicherungskonzern American International Group (AIG) soll sich Medienberichten zufolge doch nicht der Sammelklage gegen die US-Regierung anschließen wollen, entschied der Verwaltungsrat.

Die Klage zielt darauf ab, sich gegen die US-Regierung zu stellen, da Aktionäre Benachteiligungen durch die damalige Rettungsaktion sehen. Hinter der angestrengten Klage stehe u.a. der frühere AIG-Chef Maurice Greenberg und seine Firma Starr International.

Die Firma war vor der Teilverstaatlichung größter Anteilseigner von AIG. In der Veröffentlichten Erklärung zur Klageabweisung seitens AIG heißt es, dass die Forderung von Starr International "vollständig" zurückgewiesen wird.

Ebenfalls sei es Starr International verboten, seine Klageanstrengungen im Namen von AIG zu unternehmen, selbst wolle man keine Ansprüche auf Schadenersatz geltend machen. Im Jahr 2008 wurde der Versicherungskonzern von der US-Regierung wegen riskanter Geschäfte im Hypothekenmarkt vor der Pleite gerettet.

Die US-Regierung übernahm den Versicherer und schoss 182 Milliarden US-Dollar in das Unternehmen. Seitens Greenberg bestreitet man nicht, dass die Rettung durch die US-Regierung von AIG in der ausgebrochenen Finanzkrise notwendig war.

Doch das Ausmaß der Verstaatlichung sieht man als zu "überzogen" an. Zeitweise gehörten der US-Regierung 92 Prozent der Anteile an dem Versicherungskonzern. Der US-Regierung wird ebenfalls vorgeworfen, mit deutlich zu überzogenen Zinsen für die Rettungsmilliarden "Geld auf dem Rücken der Aktionäre" verdient zu haben, heißt es.

  
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