Israel: Groß angelegte Übungen der Luftstreitkräfte verschiedener Länder


(C) Tech. Sgt. Kevin Gruenwald, 2004, Bild: Wikipedia (gemeinfrei US/GOV)

Israelischen Medienberichten zufolge finden in Israel groß angelegte Übungen der Luftstreitkräfte von verschiedenen Ländern statt, heißt es bei zwei TV-Sendern in dem Land. Bei den Übungen (offiz. gemeinsames Trainingsprogramm) seien den Angaben zufolge bis zu 100 Jagdflugzeuge im Einsatz.

Vor wenigen Tagen seien die Piloten und Jets im Land angekommen. In den Meldungen heißt es dazu, dass verschiedene Szenarien der möglichen Entwicklung in Syrien eingeübt werden, darunter auch der Einsatz von Chemiewaffen. Welche Länder an der Vorbereitung teilnehmen, ist den Informationen nicht zu entnehmen.

In der letzten Woche berichtete das israelische Fernsehen, es sollen Bombenabwürfe und Taktiken des Luftkampfes eingeübt werden. Seitens der IAF (Israeli Air Force) konnte vernommen werden, dass die Vorbereitungen für das geplante Programm derzeit an fast allen israelischen Luft-Basen stattfinden würden.

In den Übungen seien auch Bombardierungen und Luftkampfhandlungen eingeschlossen. Eine ähnliche Operation der Allianz konnte zuvor schon in Libyen ausgemacht werden, wobei spekuliert werden kann, ob auch in Syrien ein solcher Einsatz geplant sein könnte. In vergangenen Medienberichten hatte man entsprechende Andeutungen gemacht, sollten seitens Syriens Chemiewaffen zur Anwendung gebracht werden.

In einer solchen Situation können sicherlich auch False-Flag-Operationen (Falsche Flagge) ablaufen, um so den passenden Grund für einen Einsatz zu bekommen. Entsprechende extern-angeleitete terroristische Strukturen sind bereits in Syrien aktiv.

Auch hatte die israelische Regierung im Zusammenhang der Chemiewaffen Syriens zuletzt deutlich gemacht, dass man bei der Anwendung jener Waffen gegen Rebellen oder die Bürger Syriens zu "entschlossenem Handeln" bereit sei.

In einem Bericht der New York Times hieß es zuletzt, dass ein israelischer Kommandeur das Pentagon alarmiert hätte, dass "verdächtige" Bewegungen von Chemikalien an zwei Lagerstätten in Syrien ausgemacht worden sind (per Satellit). Hierbei soll es sich den Angaben zufolge angeblich um das Nervengas Sarin gehandelt haben.

Auch haben verschiedene Länder wie die USA, Deutschland und Niederlande die Nutzung von Fla-Raketenkomplexen Patriot für die Türkei zur Verfügung gestellt. Am vergangenen Dienstag (08/01/13) hat ein Schiff mit zerlegten Fla-Raketenkomplexen Patriot den Hafen von Travemünde verlassen und Kurs auf die Türkei genommen (lt: Luftwaffen-Sprecher Oberstleutnant Kai Gudenoge).

Aus dem niederländischen Eindhoven sind gleichzeitig einige Dutzend niederländische und deutsche Armeeangehörige in die Türkei abgeflogen, die auf dem Stützpunkt Indschirlik in der türkischen Provinz Adana mit der Stationierung der Raketenkomplexe beginnen sollen.

Die beiden deutschen Patriot-Einheiten sollen in der Nähe der Stadt Kahramanmaras, rund 100 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt, untergebracht werden. Insgesamt sollen rund 350 Bundeswehr-Angehörige in die Türkei entsandt werden.

„Der Einsatz ist ein deutliches Signal für die Solidarität innerhalb der Nato“, sagte der Befehlshaber des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr, General Rainer Glatz, bei der Verabschiedung der Quartiermeister. Der niederländische General Leo Beulen betonte, dass es um einen rein defensiven Einsatz gehe. „Wir gehen dorthin, um die türkische Bevölkerung zu schützen und eine Eskalation des Konflikts zu verhindern.“

  
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