China nimmt Bauarbeiten am weltweit größten Atomkraftwerk wieder auf


(C) MOSSOT, 2010, Bild: Wikipedia (CC BY 3.0 DE)

Nachdem es fast zwei Jahre lang eine Pause gegeben hat, setzt China die Arbeiten an einem neuen Kernkraftwerk fort. Nach der Atomkatastrophe von Fukushima wurde der Bau zwischenzeitlich gestoppt, nun soll das AKW im Osten Chinas den Weg in die Zukunft weisen und als größtes Atomkraftwerk der Welt fungieren.

Am Samstag teilte man seitens des „China Internet Information Center“ mit, dass die Bauarbeiten in Rongcheng bereits im Dezember wieder aufgenommen wurden. Die Anlage in der Shidao-Bucht solle das weltweit erste erfolgreich kommerzialisierte Projekt mit Atomtechnologie der vierten Generation werden, schreibt man.

Einsatzbereit soll es nach aktueller Einschätzung im Jahr 2017 sein und Strom liefern. Die Gesamtkapazität solle auf bis zu 6600 Megawatt gesteigert werden. Neuartig an dieser Generation eines AKW ist, dass keine Brennstäbe, sondern Kugeln aus Brennstoff, welche in Graphit eingebettet sind, genutzt werden.

Die Verwendung des Begriffs der "Vierten Generation" wird dabei vom Forschungsverbund „Generation IV International Forum“ (GIF) unter Leitung der USA erklärt. Der Begriff selbst ist nicht fest definiert, sondern bezeichnet ein "Kraftwerk der Zukunft".

China selbst ist dem Forschungsverbund der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO angeschlossen, dem „International Project on Innovative Nuclear Reactors and Fuel Cycles“ (INPRO). Die chinesische Anlage wurde den Angaben zufolge von eigenen, chinesischen Wissenschaftlern entworfen und entwickelt, heißt es beim staatlich kontrollierten Sender China Radio International.

Die Investitionen würden vorerst drei Milliarden Yuan betragen. Der Baustopp wurde von der Regierung bereits im vergangenen Oktober 2012 aufgehoben. Neben den wiederaufgenommenen Bauarbeiten am größten Atomkraftwerk der Welt sollen auch weitere kleinere Atomkraftwerke in Küstennähe genehmigt worden sein. Zuletzt kündigte China an, dass man wegen dem weiter ansteigenden Energiebedarf den Atomsektor deutlich ausbauen wird.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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