Bilderberg-Gruppierung wütend über Berichterstattung der Medien


Heft zur ersten Bilderberg-Konferenz 1954

Die in den letzten Jahren deutlich zugenommene Berichterstattung über die sogenannte Bilderberg-Konferenz scheint immer mehr Ärger innerhalb des sich als verschlossen gebenden Kreises zu provozieren. Mittlerweile schwappen sogar diverse Berichte in die Massenmedien hinein. Jene werden meistens aber in "passende" Kanäle umgelenkt.

Diese Treffen seien doch gar nicht so schlimm und würden eher einen positiven Charakter haben, heißt es in der Regel. Laut Jim Tucker, einem alteingesessenen Investigativjournalisten und Bilderberg-Kenner, würden die inneren Zirkel jener Gruppierung über die "anhaltenden Enthüllungen" in den europäischen Medien (hier sind wahrscheinliche die alternativen Medien gemeint) verärgert sein, was sie ggf. dazu veranlassen könnte, ihre Konferenz erstmals zwei Jahre hintereinander in den USA abzuhalten.

Normalerweise wäre ein solches Treffen durchaus eine Sensationsmeldung in den großen Medien wert, berichtet man doch ständig über "Promi"-Ärsche (das Körperteil ist gemeint; in der abgemilderten Form auch als "Hintern"/"Gesäß" bekannt) und Co. - welche eher der Unterhaltung (kommt von: "unten halten") dienen.

Über die Bilderberg-Treffen fällt die Berichterstattung entweder "mager" aus oder die Informationen werden Pro-Bilderberg passend für die Massen in psychologisch leichter verdaubare Kanäle umgelenkt. Doch eine Sensationsmeldung kann man in der Regel nicht erwarten, obwohl durchaus Anlass dazu bestehen würde.

Über 100 weltweit recht einflussreiche Individuen, unter diesen etwa Eric Schmidt, Henry Kissinger, David Rockefeller, Herman van Rompuy oder auch die Königin der Niederlande, tummeln sich dort hinter verschlossenen Türen.

Angeblich werden nur ein paar harmlose Talk-Runden und ein Kaffeeklatsch abgehalten. Da die meisten Menschen heute jedoch wissen, dass die Erde keine Scheibe ist, sollten auch jene Erklärungsversuche entsprechend betrachtet werden. Doch ein wenig aktiver als die US-amerikanischen Großmedien-Konglomerate sind einige europäische, speziell alternative, Medien dann doch.

Eine Quelle des Bilderberg-Treffens der nordamerikanischen Gruppe in Washington vom 30.11. bis 03.12.2012 hat gehört, wie Richard Armitage, der US-Vizeaußenminister unter Präsident George W. Bush, sagte, dass die Bilderberger und die Trilaterale Kommission über die anhaltenden Enthüllungen verärgert seien. Er fügte hinzu, dass die Organisatoren gegenwärtig darüber nachdenken würden, das nächste Bilderberg-Treffen in den Vereinigten Staaten abzuhalten, um so weniger Aufmerksamkeit zu erregen.

Laut Tucker wäre es mit einem erheblichen finanziellen Mehraufwand verbunden, den Konferenzort kurzfristig zu ändern, da in der Regel ein gesamtes Luxushotel zwei Jahre im Voraus angemietet wird. Im Jahr 2011, wo auch Steinbrück (SPD) gesichtet wurde, fand das Treffen im schweizerischen St. Moritz statt. Hier hatte man das (gesamte) Suvretta Hotel angemietet, um den "Kaffeeklatsch" abzuhalten.

Ein wenig gestört haben dabei lediglich die zahlreichen Demonstranten vor Ort. Einige Mitglieder des Europäischen Parlaments und des Schweizer Parlaments wollten sich Zutritt zu dem Treffen verschaffen, was im Nachhinein für eher unwillkommene Medienberichterstattung sorgte. Ein "Reinkommen" ist so generell nicht machbar, auch nicht für "niedere Strukturen", wie jederzeit auswechselbare Parlamentarier etwa.

In der Regel wimmelt es im näheren Umkreis, neben der vom Steuerzahler finanzierten Polizei des jeweiligen Landes, auch von privaten Sicherheitsbediensteten und gar in ziviler Kluft auftretende Geheimdienstler. Ob das Treffen in diesem Jahr nochmals in den USA stattfinden wird, muss abgewartet werden. Kenner der Prozedere meinen jedoch, dass das Treffen in 2013 in Europa stattfinden wird.

Ferner findet das alljährliche Treffen der Trilateralen Kommission, der Schwesterorganisation der Bilderberger, dieses Jahr vom 15.03. bis 17.03. in Berlin statt. Das letzte Bilderberg-Treffen fand in Chantilly im US-Bundesstaat Virginia statt.

Doch nicht nur über die Medienberichterstattung zu den Konferenzen scheint man verärgert zu sein. Auch die bei den Konferenzorten selbst auflaufenden Menschen sind ein Dorn im Auge der "verschlossenen Kreise".

Da die Anzahl der protestierenden Menschen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat, ließ man gar gruseliges verlauten. So erklärte etwa der britische Journalist Charlie Skelton vom London Guardian, dass ihm eine im Westfields Marriott Hotel arbeitende Quelle steckte, dass Mitglieder der Bilderberg-Gruppierung bezüglich der vor dem Hotel aufgelaufenen Demonstranten davon sprachen, dass diese "Kakerlaken" seien.

Ähnliche Töne konnten auch im Jahr 2010 beim Bilderberg-Treffen in Spanien vernommen werden, welche aber einen eher ökonomischen Charakter hatten. Hier beschwerten sich Mitglieder von "Bilderberg" darüber, dass die Demonstranten sich sogar eine Reise ins Ausland leisten könnten, um ihrer Stimme Gehör zu verschaffen. Die Tatsache, dass die Demonstranten immer noch über ausreichend Einkommen verfügen, derartige Reisen zu unternehmen, sei für die Agenda der Bilderberger eine „permanente Gefahr“ und „sehr erschreckend“.

  
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