USA/FED: Sorgen um Nebenwirkungen von Konjunkturhilfen wachsen an


(C) Agnostic Preachers Kid, 2008, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Die massiven Konjunkturhilfen für die US-Wirtschaft erzeugen immer mehr Sorgen in der Führung der US-Notenbank. Im sogenannten Offenmarktausschuss, der für die Geldpolitik mit zuständig ist, sollen einem Bericht von Reuters zufolge die Bedenken zugenommen haben, dass die Bilanz der FED (Federal Reserve) immer weiter aufgebläht wird.

Dies geht aus einem Sitzungsprotokoll hervor, welches am vergangenen Donnerstag veröffentlicht wurde. Es heißt, dass Mitglieder des Ausschusses der Meinung sind, dass es wegen der Sorgen um die Finanzstabilität angemessen sei das Programm für den weiteren Ankauf von Staatsanleihen, zur Stützung der Wirtschaft, noch "deutlich vor Ende 2013" zu verlangsamen oder ganz zu stoppen.

Die Federal Reserve wird aber dennoch mit dem ausgeweiteten Bondankaufprogramm in nächster Zeit weiter fortfahren. Einige der Vertreter der US-Notenbank würden den Aufkauf auch bis etwa Ende dieses Jahres für nötig halten. Von wieder anderen Vertretern konnte vernommen werden, dass der Bedarf an weiteren Konjunkturhilfen gegeben sei, ohne jedoch Umfang und Zeitrahmen zu nennen.

Mit Blick auf die Wall-Street wurde der nun strengere Ton gegenüber der Geldpolitik mit gewisser Verunsicherung aufgenommen. Die US-Aktienmärkte drehten zuletzt leicht ins Minus, wobei der US-Dollar gegenüber dem Euro zulegen konnte. Seitens des Analysten Omer Esiner von Commonwealth Foreign Exchange hieß es zur Sache, dass das Sitzungsprotokoll enthüllen würde, dass ein etwas "überraschendes" Maß an Sorgen unter den Zentralbankern vorherrscht, was die Auswirkungen des Bondankaufprogramms und die geldpolitische Lockerung angeht.

Einigkeit herrschte dabei in dem Punkt, dass der weiter kriselnde Arbeitsmarkt ohne Hilfe vonseiten der Geldpolitik nicht zu verbessern ist. Erst Mitte Dezember 2012 hatte die FED beschlossen die "Notenpresse" noch schneller laufen zu lassen, als bislang. Seit Anfang 2013 kauft die Federal Reserve noch mehr Staatsanleihen auf, für monatlich 45 Milliarden US-Dollar.

Damit wird weiteres "billiges" Geld in die Wirtschaft gepumpt. Zudem wurde die Geldpolitik der USA an die Entwicklung des US-Arbeitsmarktes gekoppelt. Der Leitzins, welcher seit Ende 2008 bei 0,00 - 0,25 Prozent liegt, soll erst dann wieder ansteigen können, wenn die Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent abgesunken ist. In den offiziellen Berechnungen lag die Arbeitslosenquote (saisonbereinigt) im November 2012 bei 7,70 Prozent.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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