Einzelhandel: Kauflaune in Deutschland sinkt im Vergleich zu Vorjahren


(C) N-Lange.de, 2009, Bild: Wikipedia (nicht portiert) (CC BY-SA 2.5)

Zwar ist der deutsche Einzelhandel aktuellen Daten zufolge mit einem Umsatzplus in das vergangene Weihnachtsgeschäft gestartet, bereinigt mit 1,2 Prozent, im Gesamtjahresvergleich zeichnet sich jedoch eine deutliche Abschwächung ab.

Ersten Schätzungen zufolge konnten Deutschlands Einzelhändler in 2012 weniger stark im Umsatz zulegen, als noch in den Vorjahren. Das Statistische Bundesamt geht in einer ersten Veröffentlichung der Daten von nominal 1,9 bis 2,1 Prozent als Umsatzplus aus.

Im Jahr 2011 hatten die Händler 2,7 Prozent mehr Erlöse verbuchen können, im Jahr 2010 waren es 2,6 Prozent. Mit der Preisbereinigung (also "real") erwartet man für 2012 sogar ein leichtes Minus von bis zu 0,3 Prozent. Dies würde einen ersten Rückgang seit dem durch die Wirtschaftskrise geprägten Jahr 2009 darstellen.

Damals waren die Umsätze im Einzelhandel real als auch nominal um mehr als drei Prozent eingebrochen. Der Unicredit-Analyst Alexander Koch sagte zu den bisherigen Auswertungen, dass dem schwachen Oktober ein deutlich besserer November folgte. Das Weihnachtsgeschäft sei "ganz gut gewesen", hieß es weiter.

Dies würde allgemein darauf hindeuten, dass der private Konsum im vierten Quartal gewachsen ist, gab er zu verstehen. Doch ein deutlicher Wachstumsschub wird vom Konsum nicht kommen. Dies liegt u.a. auch an der schwächeren Industrieproduktion, womit das BIP im vierten Quartal abgemildert werde.

Die Frühindikatoren des Ifo-Index würden derzeit darauf hindeuten, dass es ggf. nur eine vorübergehende Delle sei und eine Rezession ausbleibt, so die Erwartungen. Gegenüber N-TV sagte auch Ulrike Rondorf von der Commerzbank, dass die November-Daten das Minus aus dem Oktober korrigierten. Nun warten die Experten gespannt auf den "großen" Kassensturz nach dem Weihnachtsgeschäft.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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