Der Iran begrüßt die neuen Verhandlungen im versteiften Atomstreit


(C) Tijl Vercaemer, 2007, Bild: Wikipedia (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Nachdem die sogenannte 5+1 Gruppe ihre Bereitschaft zur Wiederaufnahme der Verhandlungen im iranischen Atomprogramm bekundete, begrüßte man diese Entscheidung seitens des Irans. Jener Gruppe der fünf UN-Vetomächte (und Deutschland) hätte man vor etwa sechs Monaten Vorschläge zur Kooperation unterbreitet, so der iranische Chefunterhändler Said Dschalili in seinen zuletzt getätigten Äußerungen.

Vor kurzem hätte die Gruppe ihre Bereitschaft erklärt, die Verhandlungen wieder aufzunehmen, sagte Dschalili in der indischen Hauptstadt Neu Delhi. Man hoffe nun, dass die Gruppe mit konstruktiven Ansätzen in die Diskussion kommt und nicht die vergangenen Fehler wiederholt werden. Der Lichtblick in der Verhandlungsbereitschaft sei insgesamt aber zu begrüßen, auch wenn der Verlauf der Verhandlungen noch zu bewerten sei.

Der Chefunterhändler machte deutlich, dass der Iran weiterhin dazu entschlossen ist, seine Rechte zu verteidigen. Zurzeit laufen im Zusammenhang der Verhandlungen Gespräche zwischen der 5+1-Gruppe und Teheran, welche durch die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton in Vertretung unternommen werden. Im Juni 2012 hatte es bei den Gesprächen eine Zurückweisung der Forderung seitens des Irans gegeben, die Aussetzung der Urananreicherung auf einen vorgegebenen Grad von 20 Prozent einzustellen.

Der Iran will die Urananreicherung auf 20 Prozent nicht einstellen, wie die Agentur IRNA Mitte Dezember unter Berufung auf den Chef der iranischen Atomenergieagentur (AEOI), Ferejdun Abbasi-Dawani, meldete. In mehreren Vorstößen hatte der UN-Sicherheitsrat den Iran dazu aufgefordert, dass die Urananreicherung auszusetzen sei.

Dies aus dem Grund, da der Westen den Iran verdächtigt, nicht etwa zur Energieversorgung des Landes neue Kapazitäten zu errichten, welche auf Kernenergie beruhen, sondern in Wirklichkeit den Bau einer Atombombe vollziehen möchte. Seitens der Regierung in Teheran hat man diese Vorwürfe zurückgewiesen und pochte auf das Recht zur Nutzung der Atomenergie.

Der Iran rechne damit, dass das Expertentreffen sowie Verhandlungen zwischen dem Vizechef des iranischen Sicherheitsrates, Ali Bagheri, und Ashtons Stellvertreterin Helga Schmidt Resultate bringen und es ihm gestatten würden, mit Ashton eine nächste Gesprächsrunde zwischen der "Sechs" und dem Iran zu vereinbarten, sagte Dschalili im Juni 2012.

Was bei den nun angestrebten Verhandlungen mit dem Iran herauskommen wird, muss aus aktueller Sicht abgewartet werden. Verschiedene Beobachter sprachen jedoch von „keinen einfachen“ Verhandlungen.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte