Conficker Wurm bei Tchibo Dia-Scannern inklusive


(C) Gppande, 2009, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Einem Bericht von "Gulli" zufolge soll es bei Dia-Scan-Geräten eine böse Überraschung inklusive geben. Hier berichtet man von Dia-Scannern welche bei Tchibo verkauft wurden und mit dem Computerwurm "Conficker" infiziert sind. Dabei ist es so, sollte ein solcher Dia-Scanner an den Computer angeschlossen werden, dass sich der Wurm, nach dem Anklicken einer Datei auf dem Scanner, auf den nicht-geschützten Computer weiterverbreitet.

Das Gerät, welches bei Tchibo angeboten wurde, soll dem Bericht nach Mitte Dezember (2012) für etwa 60 Euro zu haben gewesen sein, auch im Online-Shop konnte das Gerät bestellt werden, heißt es. Da dieser Dia-Scanner einen integrierten Speicher hat, auf dem sich der Conficker-Wurm (.exe-Datei) befindet, kann dies die Gefahr einer Infektion erhöhen.

Eigentlich sollten auf dem internen Speicher nur die Dateien vorhanden sein, welche zur Verwendung des Produkts notwendig sind. In dem Bericht heißt es zu den Dateien, dass hinter der ausführbaren Datei "DCIM.exe" nicht etwa ein sinnvolles Programm, sondern vielmehr der altbekannte Computer-Wurm Win32/Conficker.B steckt.

Dieser hatte vor rund vier Jahren weltweit mehr als 50 Millionen Computer infiziert. Da der Wurm bereits "in die Jahre gekommen" ist, wird er mittlerweile von fast jedem aktuellen Virenscanner erkannt. Aus diesem Grund dürfte sich der "Fehler" beim Hersteller Hama nicht allzu dramatisch auswirken, schreibt man.

Seitens Tchibo hieß es zur Sache, dass man das betroffene Gerät einwandfrei nutzen könne, sobald der interne Speicher von einer Sicherheitssoftware "gesäubert" wurde. Die Infektion mit dem benannten Wurm kann daher nur erfolgen, wenn der Dia-Scanner an den ungeschützten Computer angeschlossen und zudem die manuell ausführbare Datei gestartet wurde.

Trotz dieser relativ geringen Risikoschwelle bietet der Händler Tchibo seinen Kunden den vollen Kaufpreis an, sollte man das Gerät aus Sicherheitsbedenken nicht nutzen wollen. Wie der Wurm letztendlich auf die verkauften Geräte gelangt ist, blieb bislang unklar.

Quelle: Gulli - Bild: Wikipedia (symbolisch)

  
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