Weltwirtschaft: Die Weltkonjunktur hat bereits durch die USA gelitten


(C) ruralgold, 2008, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Zwar wurde im US-Haushaltsstreit ein Kompromiss erzielt und offiziell verkündet, dass nun das neue Utopia eingeleitet werden könne, doch nach Ansicht des Ökonomen Prof. Dennis Snower hat die Weltkonjunktur bereits durch die USA Schaden erlitten.

Dies führt er auf die gefahrene kurzfristige Finanzpolitik der USA zurück. Auch mit Blick in die Zukunft wird die Weltkonjunktur weiter unter Druck geraten, sollten die Vereinigten-Staaten nicht ein grundlegend politisches Umdenken vollziehen.

Immer noch würde ein langfristiger Fiskalplan fehlen, damit der Abbau der extrem hohen Staatsverschuldung der USA gelingen kann und damit die Wirtschaft angekurbelt wird. Auch der US-Präsident Barack Hussein Obama wurde angesprochen.

Dieser habe noch immer nicht festgelegt, wo langfristig die nationale Schuldenquote liegen soll. Auch in Bezug auf das Tempo, wie schnell man also konsolidiert und wie antizyklisch die Fiskalpolitik sein darf, wurde bislang keine hinnehmbare Antwort geliefert.

Im internationalen Spektrum gibt es zudem Zweifel, ob die USA überhaupt dazu bereit seien, dass diese konsequent sparen und ihre Schulden zurückzahlen wollen. In den USA sind die Demokraten und Republikaner zerstritten und hätten kurzfristig auf die Wählergunst geschielt, was allgemeine Unsicherheit erzeugt.

Dabei machte der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft auch deutlich, dass nicht nur die Bewertung eines Landes von der Bonität abhänge, sondern auch von der Zahlungswilligkeit, welche mit Blick auf die USA angeschlagen ist. Snower hält auf längere Sicht eine Verschuldungsobergrenze der USA von 60 Prozent (zum BIP) für sinnvoll. Derzeit beträgt die Quote der Staatsschulden jedoch über 100 Prozent, allgemeine Tendenz: "steigend".

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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