FBI Daten: 2012 neuer Rekord bei Schusswaffenverkäufen in den USA


(C) FBI Photos, 2009, Bild: Wikipedia (gemeinfrei GOV)

Das FBI teilte nun mit, dass im Dezember 2012 knapp 2,8 Millionen gesetzlich vorgeschriebene Zulassungsprüfungen (Background Checks) wegen Schusswaffen durchgeführt wurden. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Anstieg von 49 Prozent und damit ein neuer Rekord. Im gesamten letzten Jahr wurden den Angaben zufolge 19,6 Millionen Prüfungen vollzogen, was ebenfalls einen Rekord darstellt.

Im Vergleich zum Jahr 2011 ein Anstieg um etwa 19 Prozent. Die vorgeschriebenen Zulassungsprüfungen sind seit dem Jahr 1998 landesweit Voraussetzung dafür, um so bei einem Händler Schusswaffen kaufen zu können. Dabei sei jedoch deutlich gemacht, dass die Zahl der Waffenverkäufe selbst nicht erfasst wird.

Mitte Dezember 2012 hatte es an einer Grundschule in Newtown im US-Bundesstaat Connecticut eine Schießerei gegeben. Adam Lanza tötete 20 Kinder und sechs Erwachsene, danach beging er den Behörden zufolge Selbstmord. Durch diesen Zwischenfall wurde in den USA eine neue Diskussion über Waffengesetze ausgelöst.

Ob es zu gesetzlichen Änderungen im Bereich der Schusswaffen kommen wird, bleibt offen. Entsprechende Vorstöße unterstützte Obama jedoch. Die meisten Schusswaffenbesitzer in den USA wollen aber weiterhin an der Möglichkeit festhalten, Schusswaffen zu besitzen, zumal dies mit der Verfassung im Blute vieler Amerikaner als Recht eingefleischt ist.

Dabei zeigt sich, dass nach Massakern, wie das an der Grundschule in Newtown, deutlich mehr Schusswaffen gekauft werden, weil man strengere Vorschriften oder gar auch Verbote fürchtet. Insgesamt sinkt die Zahl der Schusswaffen in den US-Haushalten, so Auswertungen der University of Chicago. Im Jahr 1977 betrug die Quote 54 Prozent, 2010 lag sie bei circa 32 Prozent.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte