Deutscher Jobaufschwung verliert weiter an Fahrt


(C) Mathias Bigge, 2007, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Eigentlich sprach man von einem Jobaufschwung in Deutschland. Doch dieser verliert immer mehr an Fahrt. Die Schwäche der vergangenen Monate hat nach Einschätzung von Experten auch im Dezember 2012 erwartungsgemäß angehalten.

Per Jahresende waren 2,841 Millionen Frauen und Männer arbeitslos, also rund 90.000 mehr als noch im November, heißt es von den Volkswirten zur Entwicklung (Volkswirte deutscher Großbanken in einer dpa-Umfrage). Damit fällt gleichsamt die Zunahme im Durchschnitt höher aus, als in den vergangenen drei Jahren.

Im Vorjahr hatte die Arbeitslosigkeit noch um circa 60.000 niedriger gelegen. Mit Blick auf das gesamte Jahr 2012 konnte der deutsche Arbeitsmarkt noch einmal glänzen. Per Durchschnitt wurden, zumindest nach diesen Berechnungen, ohne Zuschüsse und Co, 2,896 Millionen Erwerbslose gezählt.

Mit Entnahme diverser Schönrechentricks ist die Anzahl von Leistungsbeziehern jedoch deutlich höher. Die Zunahme der offiziell ausgewiesenen Arbeitslosenzahlen wird aber im Zuge der sich abschwächenden Konjunktur nicht ohne Spuren bleiben.

Selbst in den offiziellen Zahlen, mit dem Abzug von jahreszeitlichen Sondereffekten, waren im Dezember 15.000 mehr Frauen und Männer ohne Arbeit, als noch im November. Vom Commerzbank-Volkswirt Eckart Tuchtfeld hieß es zu den Entwicklungen, dass die Zahlen wiederspiegeln würden, dass die Unternehmen derzeit mit der Einstellung neuer Mitarbeiter zuwarten.

Nach Angaben des Ifo-Instituts würden viele Unternehmen zögern mit dem Arbeitsplatzabbau zu beginnen. Man versucht derzeit noch die Auftragslücken mit dem Abbau von Arbeitszeitkonten abzufedern.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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