Deutsche Hospiz Stiftung: Der Wettbewerb um Organe muss eingedämmt werden


(C) aaron.bihari, 2009, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Nach dem jüngsten Organspendeskandal in Deutschland hat nun der Chef der Deutschen Stiftung Patientenschutz (Deutsche Hospiz Stiftung), Eugen Brysch, die Schließung von Transplantationszentren gefordert, um damit den Kampf über Spenderorgane zu vermeiden.

Im Jahr 2013 müssten die Hälfte der Zentren geschlossen werden, damit so der "schädliche Wettbewerb" zwischen den Einrichtungen vermieden wird - so Brysch gegenüber "BILD". Er merkte an: "Offenheit und Vertrauen statt Profit und Eitelkeit". Ebenfalls kam in dem Artikel der deutsche Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery zu Wort.

Auch er forderte die Reduzierung der Transplantationszentren. Dies würde auch eine ständige Überprüfung deutlich einfacher machen und Sorge dafür tragen, dass falsche ökonomische Anreize keine Rolle mehr spielten. Mit Blick auf das Leipziger Transplantationszentrum waren zuletzt "Unregelmäßigkeiten" bei der Organspende aufgedeckt worden.

Man hatte verschiedene Patienten als Dialysepatienten deklariert, obwohl sie gar keine waren. Diese Personen wurden also kränker gemacht, als sie eigentlich gewesen sind. Damit sollten die Chancen erhöht werden eine Spenderleber zu bekommen. In den Jahren 2010 und 2011 wurden, den Angaben der Universitätsklinik zufolge, 37 Personen und im Jahr 2012 eine Person mit dieser Methode bevorteilt.

Mit Blick auf den vergangenen Sommer (2012) flogen an der Uniklinik Göttingen ebenfalls Organspende-Manipulationen auf. Auch an der Uniklinik Regensburg kam es danach zum Organspendeskandal. Hier wurden durch Manipulationen von Krankenakten bestimmte Patienten bei der Organspende bevorzugt.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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