Grüne wegen Steinbrücks Äußerungen um Kanzlerbezüge irritiert


(C) Bündnis 90/Die Grünen, 2007, Bild: Wikipedia (WK/P)

Seitens der "Grünen" sieht man die zuletzt geäußerten "Dinge" des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück mit gewissen Irritationen. Steinbrück äußerte sich über die zu "geringen" Bezüge für Bundeskanzler in Deutschland.

Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, sagte dazu im Handelsblatt: "Auch wenn der Hinweis richtig ist, dass in den Spitzenpositionen der Wirtschaft, selbst in Unternehmen der öffentlichen Hand oft ein Vielfaches bis ins Astronomische gegenüber Spitzenfunktionen in Politik und Staat verdient wird, war der Eindruck, man fordere zuallererst eine Erhöhung des Kanzlergehaltes, etwas unglücklich".

Auch forderte Beck den Kanzlerkandidaten dazu auf, sich wieder auf die Auseinandersetzungen mit dem politischen Gegner zu konzentrieren. Hierzu hieß es, dass Steinbrück wieder auf "Angriff" schalten müsse, um so die soziale Schieflage der „Politik Merkel“ in den Mittelpunkt zu stellen.

Bei den Grünen hätte man die Thematiken Vermögensabgabe, ein höherer Spitzensteuersatz, Mindestlohn und handlungsfähige Kommunen längst "auf der Agenda", ließ Beck weiter verlauten. Außerdem regte er an, dass der von Steinbrück gewagte Vorstoß zum Anlass dazu genommen werden könne, um eine Debatte über die Höhe von Bezügen in Unternehmen zu starten.

Mittlerweile würde es so sein, so Beck von den Grünen, dass die Diskrepanz der Einkommen zwischen jenen, welche Werte eines Unternehmens erwirtschaften, und denen, die das Unternehmen lenken, weiter auseinander geht. Kritiker sehen jene, durch Beck geäußerte, Bestrebungen aber eher als Irrational an, da viele der Aspekte in Richtung Planwirtschaft tendieren.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
Bücherindex Bild Link