Stasi: Anträge auf Akteneinsicht 2012 deutlich höher


(C) Daniel Mott, 2005, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 2.5)

Nach über 20 Jahren der Wiedervereinigung lässt einem Bericht der "Berliner Zeitung" zufolge das Interesse an Akten der früheren Stasi (DDR) nicht nach. Nach Angaben der Stasi-Unterlagen-Behörde sei die Anzahl der gestellten Anträge auf Akteneinsicht im Jahr 2012 sogar deutlich höher ausgefallen, als noch im Vorjahreszeitraum.

So hätten bis Ende November letzten Jahres 84.743 Bürger Anträge gestellt, heißt es in der Zeitung - wo man die Behördensprecherin Dagmar Hovestädt zitierte. Im Vergleich zum gesamten Vorjahr 2011 waren es hingegen nur 80.611 Anträge.

Doch nicht nur die Antragsstellungen waren mehr als zuvor, auch die Überprüfungen von ehemaligen Mitarbeitern der Staatssicherheit der DDR stiegen deutlich an. Hier berichtet man von 311 Auskunftsersuchen, im Jahr 2011 waren es hingegen nur 210 gewesen.

Mit Blick auf den öffentlichen Dienst war die Überprüfung auf Stasi-Tätigkeit zuletzt kurz vor dem Auslaufen um nochmals acht Jahre, nun bis Ende 2019, verlängert worden.

Seitens des Vorsitzenden des Vereins DDR-Opfer-Hilfe, Ronald Lässig, gab man mit Blick auf die steigende Anzahl der Auskunftsersuchen an, dass entsprechend eine personelle und auch finanzielle Aufstockung der Stasi-Unterlagenbehörde umzusetzen sei, um so den Mehraufwand bewältigen zu können.

Lässig sagte: "Die Aufarbeitung der SED-Diktatur ist alles andere als abgeschlossen". Hierbei machte er auch deutlich, mit Blick auf die Zunahme der Anträge, dass seit 2012 Angehörige von Verstorbenen leichter Akteneinsicht nehmen können.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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