Öcalan und türkischer Geheimdienst MIT führen Verhandlungen


(C) Halil Uysal, 1997, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Medienberichten zufolge hat der türkische Geheimdienst nun Verhandlungen mit dem inhaftierten PKK-Chef Abdullah Öcalan aufgenommen, welche unter anderem die Entwaffnung der Kurden-Rebellen zum Inhalt hätten.

Bereits am 23. Dezember 2012 hätte der türkische Geheimdienst MIT ein vierstündiges Treffen mit dem Rebellenführer Öcalan abgehalten, so die Zeitung "Hürriyet". Hier berichtete man zur Motivation der Zusammenkunft, dass die Rebellen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) möglichst dazu angehalten werden sollen, dass diese ihre Waffen niederlegen und damit den seit knapp dreijahrzehnten andauernden Aufstand zu beenden - den offiziellen Schätzungen zufolge kamen bislang mindestens 45.000 Menschen ums Leben.

Bei den Gesprächen ging es auch darum, einen umzusetzenden Zeitplan für die ersten Monate dieses Jahres festzulegen. Es solle eine Erklärung zur Beendigung des Aufstands herausgegeben und zudem der Beginn der Entwaffnung der PKK bekanntgegeben werden, heißt es dem Bericht.

Abdullah Öcalan soll bei der Zusammenkunft um direkte Kontakte zur PKK und eine Verbesserung seiner Haftbedingungen angehalten haben. Bei der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) handelt es sich um eine, welche von Öcalan gegründet wurde und seit dem Jahr 1984 gegen den türkischen Staat ankämpft.

Im Jahr 1999 wurde der Rebellenführer Öcalan zum Tode verurteilt, doch im Jahr 2002 wurde durch die Abschaffung der Todesstrafe seine Strafe in eine lebenslange Haft umgewandelt. Nun ist Öcalan auf der Insel Imrali im Marmara-Meer inhaftiert.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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