Großübung: Irans Marine simuliert Angriffe auf Streitkräfte


(C) Farzaaaad2000, 2009, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Am vergangenen Montag hat die iranische Marine ihre Übung vor der südlichen Küste des Landes nach eigenen Angaben erfolgreich abgeschlossen. Es wurden neue Flugabwehrraketen vom Typ Misak erprobt, aber auch ein simulierter Hackerangriff gestartet, der auf die Computernetze der Seestreitkräfte abzielte, hieß es.

Insgesamt sah man den großangelegten Test als Erfolg an. Drohnen und Misak-Raketen konnten erfolgreich bekämpft werden, ließ der Konteradmiral Amir Rastegari gegenüber der Agentur IRNA verlauten. In der Übung waren auch Raketen des Typs Nasr und Raad mit eingebunden. Diese wurden auf Testziele abgefeuert und sollen diese getroffen haben.

Bei der simulierten Hackerattacke wurde die Netzsicherheit der Einheiten ausgetestet. Den Angaben nach sei eine Viren-Attacke auf das Informationsnetz der Marine ebenfalls erfolgreich abgewehrt worden. Gestartet wurde die Übung der iranischen Kriegsmarine am vergangenen Freitag.

In dem sechstägigen Manöver "Velayat 91" werden in der Straße von Hormus, dem Golf von Oman und im nördlichen Indik - auf einer Gesamtfläche von 1 Million km² - verschiedene Szenarien simuliert, um so mögliche Schwachstellen auszumerzen. Nach offiziellen Angaben dient die Übung dem Küstenschutz und der Pirateriebekämpfung.

Im Atomstreit mit dem Westen hatte der Iran mehrfach gedroht, im Falle von Sanktionen gegen seine Ölausfuhren den wichtigen Seeweg zu blockieren. Durch die Meerenge von Hormus werden rund 40 Prozent der weltweiten Seetransporte von Rohöl abgewickelt.

Teheran hat die Medienberichte über seine Pläne dementiert, die Straße von Hormus für die Zeit der iranischen Militärübungen zu sperren, wie der Fernsehsender Press TV am Samstag unter Berufung auf Konteradmiral Amir Rastegari mitteilte.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte