Steinbrück: Gehalt von Bundeskanzler/in zu niedrig


(C) Frank Plitt, 2012, Bild: Wikipedia (CC BY 3.0 DE)

Zahlreiche Menschen finden das Gehalt für den Bundeskanzler/in deutlich zu überzogen. Doch der SPD-Kanzlerkandidat steuert gegen und meint gar, dass die Bezüge zu niedrig sind.

Gegenüber der FAS (Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung) sagte Steinbrück, dass eine Bundeskanzlerin oder ein Bundeskanzler, gemessen an der Leistung, in Deutschland zu wenig verdient, obwohl jene eine höhere Verantwortung hätten.

Es würde gar so sein, dass nahezu jeder Sparkassendirektor in NRW mehr verdienen würde, als ein deutscher Kanzler/in. Die Abgeordneten des Deutschen Bundestags arbeiten fast sieben Tage die Woche, im Schnitt zwölf bis dreizehn Student, sagte er.

Doch gemessen an ihrer Leistung seien sie nicht überbezahlt. Aus diesem Grund sieht Steinbrück die geführte Debatte von "Tugendwächtern" als grotesk an, denn sie würde dem politischen Engagement schaden. Was politisches Engagement nun mit immer mehr Geld zu tun hat, lässt der SPD-Kanzlerkandidat jedoch offen.

Der parlamentarische Geschäftsführer der Union, Grosse-Brömer, sagte dazu, dass das Gehalt der Bundeskanzlerin zwar sehr niedrig sei, doch es hätte bislang seitens Merkel keine Beschwerden darüber gegeben. Dies würde zeigen, dass Geld nicht der Beweggrund sein kann, ein solches Amt auszuführen.

Aber auch aus den eigenen Reihen der SPD musste Steinbrück Kritik für seine Äußerungen einstecken. Hier sagte etwa der Bundestagsabgeordnete Dieter Wiefelspütz: "Wenn wir Politiker uns an den Gehältern in der Wirtschaft orientieren, dann machen wir einen Fehler".

Auch Hans-Peter Bartels äußerte sich kritisch zum Steinbrück-Vorstoß. Gegenüber der FAS sagte er, dass es auch etwas mit Ehre zu tun hätte, ein solches Spitzenamt zu bekleiden - "Man macht es nicht, um reich zu werden", so der Kieler Bundestagsabgeordnete.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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