Überwachung von oben: Deutschland testet israelische Drohnen


(C) Jose Ruiz, 2009, Bild: Wikipedia (gemeinfrei)

Das deutsche Bundesinnenministerium soll Medienberichten zufolge israelische Drohnen getestet haben. Eine Simulation sei demnach erfolgreich abgeschlossen worden. Bei der Drohne handelt es sich um die 8,5 Meter lange Aufklärungsdrohne Heron des israelischen Herstellers Israel Aerospace Industries (IAI).

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt soll gegenüber der "Welt" bestätigt haben, dass die Möglichkeit zum Einsatz der Drohnen zur Überwachung deutscher Küstenabschnitte erprobt werde. Hierzu sagte der Sprecher des DLR, dass man den Einsatz einer Flugdrohne erfolgreich simuliert hätte.

Den Angaben nach wurde die Simulation am DLR-Standort Braunschweig kurz vor Weihnachten 2012 vollzogen. Es soll ebenfalls überprüft worden sein, wie sich das System zusammen mit der Luftüberwachung und mit Rettungsfliegern nutzen lassen könnte. Zuletzt hatte sich das Bundesinnenministerium in die Thematik eingehakt, nachdem der Medienbericht von „Welt“ für Aufsehen sorgte.

Hier dementierte man den möglichen Einsatz israelischer Drohnen vom Typ Heron zum Küstenschutz. Angeblich würden keine Erwägungen vorhanden sein, dass das Bundesministerium des Innern israelische Drohnen zur Küstenüberwachung durch die deutsche Bundespolizei einsetzen wolle.

Die Aufklärungsdrohne Heron verfügt über einen Vierzylinder-Benzinmotor und wird per Propellerantrieb betrieben. Es können je nach Einsatz Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h erreicht werden. Die maximale Flughöhe wird mit 9000 Meter angegeben. Die Heron kann maximal 24 Stunden in der Luft bleiben. Die Steuerung erfolgt je nach Spezifikation über GPS, wobei eine vollautomatische Steuerung vollzogen werden kann. Im manuellen Flug kann sie auch von einer Bodenstation aus gesteuert werden, ohne dass im Vorfeld ein vorgegebener Kurs angegeben wurde. Die Nutzlast sollte nicht schwerer als 250 Kilogramm sein.

Dem Bericht zufolge soll das deutsche Bundesinnenministerium auch im Bereich der Drohnenaufklärung mit der spanischen Küstenwache zusammenarbeiten. Im Sommer 2013 werde man wohl gemeinsame Testflüge über spanischem Gebiet vollziehen, heißt es. Zuletzt wurden Drohnenanschaffungen auch in Frankreich, Belgien, Luxemburg, der Schweiz und weiteren europäischen Ländern diskutiert bzw. vollzogen.

  
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