Belgien: Scientologen zum Verhör vorgeladen


Das Scientology-Kreuz

Belgischen Medienberichten (De Tijd/L Echo) zufolge hat man seitens der leitenden Staatsanwaltschaft nun führende Vertreter von Scientology einbestellt. Die Personen würden den Angaben zufolge im Verdacht des Betrugs stehen und hätten außerdem illegale Ausübungen von ärztlichen Tätigkeiten begangen, berichtet man in der Wirtschaftszeitung.

Die Ermittlungen würden dabei gegen eine "kriminelle Organisation" geführt, welche bereits seit gut sechs Jahren andauern. Eine Bestätigung zu der Einbestellung wurde zuletzt weder vom Gericht noch von Scientology selbst gegeben.

Aufgenommen wurden die damaligen Ermittlungen im Anstoß wegen des Verdachts der mutmaßlichen Urkundenfälschung und auch wegen Betrugsvorwürfen bei Arbeitsverträgen. Im weiteren Verlauf wurde im April des Jahres 2008 der Sitz von Scientology in Brüssel durchsucht und daraufhin geschlossen.

Gegründet wurde der belgische Ableger im Jahr 1974, wobei er vor kurzem nach Malines umgezogen war. In den aktuellen Vorwürfen geht es um Betrug, illegale Ausübung der Medizin und Erpressung, heißt es.

Bei Scientology handelt es sich um eine im Ursprung US-amerikanische "Neue Religiöse Bewegung". Die Lehre dieser Struktur geht auf den US-Schriftsteller L. Ron Hubbard zurück. In den USA genießt die "Church of Scientology" nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten mittlerweile den Status einer steuerbefreiten Religionsgemeinschaft.

  
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