Japan will weiterhin auf Strom aus Atomkraftwerken setzen


(C) KEI, 2007, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Nach der Atomkatastrophe von Fukushima wollte die japanische Regierung eigentlich mehr Abstand von jener Energieerzeugungsmöglichkeit nehmen. Doch da die Industrie durch einen solch radikalen Vorstoß negative Folgen verspüren könnte, hat man nun seitens der neuen Regierung eine Kehrtwende in der Atompolitik vollzogen.

So sollen Atomreaktoren, welche als sicher eingestuft sind, wieder in Betrieb genommen werden. Zudem werden die Pläne zum Ausstieg aus der Kernenergie auf den Prüfstand gestellt, teilte man mit.

Der Industrieminister Toshimitsu Motegi kündigte ebenfalls an, dass der Bau weiterer Reaktoren nach eingehender Sicherheitsprüfung nicht ausgeschlossen werden könne.

Die Vorgängerregierung hatte den Ausstieg aus der Kernenergie bis zum Jahr 2040 vorgesehen, dieser Vorstoß müsse nach Motegis Worten "überprüft werden". Japan könne sich den Ausstieg aus der Atomkraft aus wirtschaftlichen Gründen nicht erlauben.

Vor der erneuten Inbetriebnahme der Kraftwerke müsse aber die unabhängige Regulierungsbehörde auf Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen prüfen, ob die Sicherheit der Reaktoren gegeben ist. Der Bau von weiteren Reaktoren würde ebenfalls auf der Grundlage von entsprechenden Untersuchungen getroffen werden.

Neben den wirtschaftlichen Interessen fürchtet Japan mit dem Ausstieg aus der Kernkraft auch, dass möglicherweise massive Stromausfälle einschlagen könnten, wenn die Atomkraft fehlt. Zuletzt hatten hierbei Experten aufgezeigt, dass die Stromversorgung durch alternative Energien (Ökostrom) bis 2040 nicht gewährleistet werden kann.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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