Handel: Nordkoreas Abhängigkeit von China wächst weiter


(C) John Pavelka, 2010, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Nach einem Handelsbericht aus Südkorea soll die wirtschaftliche Abhängigkeit von Nordkorea gegenüber China deutlich zugenommen haben. Mit Blick auf das Jahr 2011 sei das mittlerweile erreichte Handelsvolumen zwischen den beiden kommunistischen Ländern um 1,97 Milliarden US-Dollar auf 5,6 Milliarden angewachsen, so die Angaben der südkoreanischen Statistikbehörde.

Seitens Nordkorea habe man Waren im Wert von circa 2,44 Milliarden US-Dollar nach China exportiert. Importe von China nach Nordkorea hatten ein Volumen von 3,16 Milliarden US-Dollar. Der Außenhandel mit China machte diesen Angaben zufolge 70,1 Prozent aus, im Jahr 2007 waren es nur 41,7 Prozent gewesen.

Auf der anderen Seite sank der Außenhandel zwischen Nord- und Südkorea von etwa 38 Prozent im Jahr 2007 auf nur noch 21 Prozent im Jahr 2011 ab. Dies liegt unter anderem auch daran, dass sich die Beziehungen zwischen den beiden Staaten, welche sich offiziell noch immer im Kriegszustand befinden, in den vergangenen Jahren weiter abgekühlt hatten.

Die Statistikbehörde in Seoul gründete ihre Angaben auf Schätzungen, welche auf der Grundlage von Daten wirtschaftlicher Organisationen im eigenen Land als auch welche aus dem Ausland berechnet wurden. Nordkorea selbst veröffentlicht keine Wirtschaftsstatistiken.

Die Angaben zum Handelsaustausch mit China verdeutlichen dabei, dass Nordkorea u.a. wegen seinem international geächteten Atomprogramm zunehmend isoliert dasteht.

Hier belasten nicht nur internationale Sanktionen das stalinistische Land, auch planwirtschaftliche Misswirtschaft und hohe Ausgaben für das Militär belasten die wirtschaftlichen Zustände weiter. Seitens Chinas unterstützt man Nordkoreas Wirtschaft etwa durch Erdöllieferungen und andere unterstützende Maßnahmen.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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