Fukushima: Zahlreiche Kinder werden nach Atomkatastrophe immer dicker


(C) Kawamoto Takuo, 1999, Bild: Wikipedia (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Nach der Atomkatastrophe in Fukushima Daiichi werden zahlreiche Kinder immer dicker, da sie aus Angst vor der radioaktiven Strahlung zu wenig Sport treiben und nur selten raus an die frische Luft gehen.

Laut einem aktuellen Bericht des japanischen Erziehungsministeriums kam in der landesweit durchgeführten Untersuchung dieses Ergebnis heraus, nachdem man die Größe und das Gewicht von 700.000 Kindern im Alter zwischen 5 und 17 Jahren verglichen hatte.

Die höchste Zahl an zu fettleibigen Kindern in 7 der 13 untersuchten Altersgruppen stellte man in der japanischen Präfektur Fukushima fest. Dies ist im Vergleich zu vorherig durchgeführten Untersuchungen ein deutlicher Anstieg.

Seitens eines Sprechers des Erziehungsministeriums gab man dazu an, dass nach dem Zwischenfall im Atomkraftwerk zahlreiche Aktivitäten im Freien eingeschränkt wurden, der Sport und Freizeitaktivitäten unter den Kindern und Jugendlichen habe deutlich abgenommen.

Besonders Kinder im Grundschulalter seien davon betroffen. Nach der verehrenden Atomkatastrophe von Fukushima hatten 449 der Schulen die meisten Aktivitäten im Freien eingestellt, um sich so vor den Auswirkungen zu schützen. Noch im vergangenen September galt die Beschränkung bei 71 der Schulen.

Im März 2011 hatte es ein schweres Erdbeben gegeben, woraufhin ein Tsunami an der Nordostküste von Japan eingeschlagen war. Etwa 19.000 Menschen kamen damals ums Leben. Der durch das Erdbeben ausgelöste Tsunami traf auch das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi, bei dem es durch das hohe Schadensbild zur Kernschmelze kam.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte