Deutsche Wirtschaft blickt eher verhalten auf das Jahr 2013


(C) De We, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Die deutsche Wirtschaft rechnet für das kommende Jahr mit sinkender anstatt mit steigender Beschäftigung. Dies geht aus einer Befragung hervor, bei der elf der befragten Branchenverbände von einem Rückgang der Beschäftigung in ihrem Segment ausgingen.

Durchgeführt wurde die Umfrage vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW). Mit Blick auf den Osten von Deutschland erwartet man für das kommende Jahr ein schwächeres Wirtschaftswachstum. Nur sechs der 46 befragten Branchenverbände erwarten einen Zuwachs bei der Beschäftigung.

Bei 29 weiteren Verbänden geht man derzeit von einem gleichbleibenden Niveau bei den Beschäftigungszahlen aus. Im Sektor der Finanzdienstleistungen geht die Mehrzahl der befragten Verbände von sinkenden Mitarbeiterzahlen aus, speziell bei Versicherern, Sparkassen und auch Privatbanken, hieß es.

Nach den Zahlen von IW bleibt es aber nicht nur hier dabei, auch in anderen Wirtschaftszweigen geht man mit einem Rückgang bei der Beschäftigung aus. Auch die Verbände Bergbau, Energie und Wasser, Arzneimittel, Schiffbau, Keramik, Druck und Entsorgung gehen derzeit von sinkenden Mitarbeiterzahlen aus.

Einen Anstieg der Beschäftigung erwartet man aus der aktuellen Sicht heraus jedoch bei den Branchen Flugzeugbau, Feinmechanik- und Optikbranche, der Groß- und Außenhandel sowie in der Immobilienwirtschaft. Zusammengenommen blicken die Branchenverbände eher nicht optimistisch auf das kommende Jahr.

Beim Umsatz erwarten elf Branchen eher ein schlechteres Geschäft, der Rest geht derzeit noch von einem gleichbleibenden Niveau bei den Umsätzen aus. Zum Jahreswechsel würde die Wirtschaft "nicht gerade in Sektlaune" sein, so die Erklärung der deutschen Wirtschaftsforscher.

Mittlerweile geben 23 von 46 Branchenverbänden an, dass die vorherrschende Stimmungslage schlechter sei als noch vor einem Jahr. Insgesamt habe zum ersten Mal seit Beginn der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise kein einziger Wirtschaftsverband von einer Verbesserung der Stimmungslage zum Jahreswechsel berichtet, so das IW.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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