Strategische Allianz: Russland beschließt mit Indien Milliardendeal


(C) Ed Yourdon, 2008, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Indien und Russland haben mit einem neuen Milliarden-Deal (auch Waffen) ihre strategische Allianz gestärkt. So unterzeichnete man nun eine Vereinbarung, die u.a. 42 Kampfjets vom Typ Suchoi Su-30 im Wert von 1,6 Milliarden US-Dollar umfasst.

Ebenfalls sollen 71 der Militärhubschrauber Mil Mi-17 für etwa 1,3 Milliarden US-Dollar an Indien geliefert werden. Zudem war in der Vereinbarung eine Einigung getroffen worden, dass Russland im südindischen Atomkraftwerk Kudankulam zwei weitere Reaktorblöcke bauen wird.

Nachdem die Vertragsunterzeichnung abgeschlossen worden war, sagte der russischen Präsident Putin, dass man übereinstimmen würde, dass die traditionell enge Zusammenarbeit im technischen wie auch militärischen Bereich ausgebaut wird.

Seitens des indischen Ministerpräsidenten Manmohan Singh gab man zu verstehen, dass bei den Verhandlungen auch die Sicherheitslage der Region thematisiert wurde, etwa in Afghanistan. Hierzu sagte er, dass sowohl Russland als auch Indien an einem geeinten, demokratischen, stabilen sowie auch „blühenden“ Afghanistan interessiert seien, welches völlig frei von Extremismus ist.

Schon in den Zeiten des Kalten Kriegs waren die ehemalige Sowjetunion und Indien enge Verbündete, auch damals galt Moskau als der wichtigste Waffenlieferant. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks hatten sich augenscheinlich die Beziehungen abgekühlt.

Doch seitdem Putin an den Machthebeln in Russland sitzt, wurde die "Nähe" zu Indien wieder „verengt“. Bislang hat man den gemeinsamen Handel etwa versechsfacht. Zwischen den Jahren 2000 und 2010 unterzeichneten beide Seiten Abkommen für Rüstungsgüter in einem Gesamtumfang von circa 30 Milliarden US-Dollar.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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