Cybersecurity: Indien entwickelt eigenes Betriebssystem


(C) Abhijit Bhaduri, 2010, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Um mehr Sicherheit vor Angriffen aus dem Internet zu erlangen, will man seitens der Defence Research und Development Organization (DRDO) nun ein Projekt angehen, um ein eigenes Betriebssystem zu entwickeln. Jenes solle anderer Struktur als heute gängige Lösungen sein, berichtet man bei der Times of India.

Nach derzeitigem Stand soll das zu entwickelnde OS in etwa drei Jahren einsatzfähig sein. Zu dem Projekt gab der Generaldirektor der DRDO Vijay Kumar Saraswat zu verstehen, dass eines der Kernelemente von Cybersicherheit ein eigenes Betriebssystem sein würde.

Heute seien viele Menschen von den gängigen Betriebssystemlösungen wie etwa Linux und Windows abhängig, welche für Schädlinge sehr anfällig sind. Gerade auch aus diesem Grund sei es essenziell wichtig, dass Indien ein eigenes OS entwickelt, sagte Saraswat.

Den Angaben der Zeitung zufolge soll ein entsprechendes Entwicklungsprogramm bereits seit rund 18 Monaten laufen, wobei insgesamt ca. 150 Ingenieure aus dem ganzen Land an der Entwicklung beteiligt sein würden. Zur kompletten Fertigstellung müsse man aber noch mit gut drei Jahren rechnen.

Dabei betonte man ebenfalls, dass das Betriebssystem "Made in India" sei, es lägen also keine Fremdinvestitionen vor. Auch die Industrie und wissenschaftliche Abteilungen des Landes rief man dazu auf, dass jene sich an der Zusammenarbeit beteiligen sollten, um so insgesamt unabhängiger von der „Außenwelt“ zu werden.

Auch wurde deutlich gemacht, dass die Entwicklung eines eigenen Betriebssystems nur ein Teil der gesamten Bemühungen von Indien ist, die eigene Cybersicherheit auszubauen und zu stärken. In dem Konzept mit eingebunden ist etwa auch eine landesweite zentrale Überwachung von kritischer Infrastruktur.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
Bücherindex Bild Link