Manipulation der Gesellschaft: Der programmierte Mensch


Der programmierte Mensch

Nach der Einführung von Mobilfunk und Internet in den 1990er Jahren hat sich die Art der Kommunikation unter den Menschen radikal gewandelt. Mittlerweile gibt es gar mehr Mobilfunkanschlüsse als Staatsbürger. Dabei ist für viele Menschen die Tagesaufgabe längst selbstverständlich geworden, immer online und immer in Kontakt mit anderen zu bleiben.

Einen wesentlichen Anteil zu dieser Entwicklung haben auch die mobilen und internettauglichen Endgeräte, wie Smartphones, beigetragen. Viele Menschen können einfach nicht mehr ohne Smartphone in den Tag starten. Dass dies auch direkte Auswirkungen auf die Realität hat, fern ab der virtuellen Scheinwelt mit den bunten Bildchen, sieht man heute in immer mehr Bereichen der Gesellschaft.

So klagen sogar Lehrer und Dozenten über verkürzte Aufmerksamkeitsspannen der Studenten und Schüler. Die Flucht vor der Realität ist dabei durchaus gefahrvoll, denn wenn immer mehr Menschen immer mehr Zeit in virtuellen Scheinwelten verbringen, wird dies auch Konsequenzen auf die reale Welt haben. Mittlerweile ist die Realität natürlich für viele schlecht, denn durch Krisen möchte man wenigstens in der virtuellen Welt eine möglichst heilvolle vorfinden.

Der aufgebaute Druck auf die Gesellschaft treibt immer mehr Menschen in die Fänge der Internetsucht, wie etwa in die "sozialen" Netzwerke und andere „Dinge“. Aber auch in Online-Spielen kann man mittlerweile seine kleinen "Kälbchen" und "Schweine" auf einem Bauernhof großziehen. In der Realität ist das natürlich ein wenig schwieriger, doch in den virtuellen Sphären kann jeder zum Großbauern mutieren oder in anderen Formaten endlich das werden, was in der Realität nicht möglich ist.

Dabei sind fast alle Branchen von diesem Wandel der Digitalisierung direkt betroffen, wenn auch in einem unterschiedlichen Ausmaß. Dass die Veränderungen durch die Flucht in virtuelle Welten nicht ohne Rückwirkung auf das menschliche Miteinander und jedes einzelnen Individuums vonstattengehen wird, kann man bereits heute in der eigenen Familie, Freundes- oder Bekanntenkreis und vielleicht auch bei sich selbst beobachten.

Ist eine Person tief in seine Scheinwelt, etwa der „Sozialen“ Netzwerke, eingetaucht und stößt in der Realität eine andere hinzu, welche ihn ablenken könnte (spricht ihn/sie an), kann vielfach eine gereizte Gegenreaktion erfolgen. In einigen bekanntgewordenen Fällen aus dem Ausland war die Internetsucht gar Auslöser für Morde.

In seinem Buch "Der programmierte Mensch - Wie uns Internet und Smartphone manipulieren" zeigt der Autor Thomas R. Köhler auf, was für Gefahren in der gegenwärtigen und zu erwartenden Entwicklung schlummern. Unter der folgenden Quelle können Sie das interessante und aufklärende Werk beziehen

  
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