Jemen: Offensive gegen Aufständische wegen Sabotage an Erdöl-Pipeline


Flagge Jemen

Im Jemen hat es eine großangelegte Offensive gegen bewaffnete Aufständische gegeben. Nach offiziellen Angaben sollen bei dem Einsatz mindestens 17 Menschen getötet worden sein, zehn Mitglieder der Aufständischen und sieben Soldaten.

Den Angaben zufolge hat sich der Einsatz gegen Kämpfer gerichtet, welche in der Region Marib (Wadi Habab) Sabotage an Jemens größter Erdöl-Pipeline vollzogen hätten. Dabei sei deutlich gemacht, dass der Export von Öl eine der bedeutendsten Einnahmequellen für die jemenitische Regierung ist.

Seitens der Regierung gab man zu dem Einsatz an, dass die Armee verschiedene Arten von Waffen eingesetzt hätte, auch die Luftwaffe wurde demnach mit einbezogen. Die aufständischen Stammesmitglieder hätten hingegen nur leichte Waffen und Panzerabwehrraketen gehabt.

Von einem Stammesmitglied hieß es zur jüngsten Aktion gegen Sabotageakte im Jemen, dass sich die nun gefahrene Offensive gegen Saleh bin Hussein Dammadsch und seine Männer richtete, welche schon in der Vergangenheit mehrfach Sabotage an der etwa 320 Kilometer langen Pipeline zwischen Safer und Ras Issa am Roten Meer begangen hätten.

Grund dafür seien angeblich Entschädigungszahlungen. Mit den Sabotageakten wolle man Druck auf die Regierung aufbauen, damit diese eine Entschädigung von 100 Millionen Rial für ein Gebiet zahlt, welches zuvor weggenommen wurde.

Zu dieser Thematik hieß es seitens der jemenitischen Behörden, dass ihr allein in diesem Jahr durch Sabotageakte von Erdölleitungen Einnahmen von mindestens einer Milliarde Dollar entgingen. Auch auf die Exporte von Erdöl habe sich dies ausgewirkt, wegen der Anschläge sei der Export um circa 4,5 Prozent gesunken.

  
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