Ernährung: Mehr Fastfood, weniger IQ


(C) Marshall Astor, 2010, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

In einer aktuellen Studie aus Großbritannien stellte man nun recht klar fest, dass Kinder, welche mehr Fastfood zu sich nehmen, als solche, welche eher gesundes und frisch zubereitetes Essen verspeisen, einen niedrigeren Intelligenzquotienten (IQ) haben.

In der Studie zeigte man auf, dass die Ernährung in der Kindheit langfristige Auswirkungen auf den IQ (le. Gehirn) hat. Es waren 4000 Kinder im Alter zwischen 3 und 5 Jahren in den Untersuchungen (Glodsmiths University of London) eingebunden.

Auf der einen Seite hätten Eltern mit einem höheren sozioökonomischen Status ihren Kindern mehr selbstgekochte Speisen mit frischen Zutaten zum Essen gegeben, was den IQ positiv beeinflusste. Auf der anderen Seite waren Kinder, die aus einem schlechteren sozialen Umfeld kamen und häufiger Fastfood aßen, „Niederintelligent“, hatten also einen niedrigeren IQ.

In den durchgeführten Intelligenztests erzielten sie schlechtere Ergebnisse als die Gleichaltrigen, welche gesund ernährt wurden. Sophie von Stumm, von der Glodsmiths University, sagte zur Sache, dass alles was wir essen würden, auch direkte Auswirkungen auf die Entwicklung unseres Gehirns habe - "…alle bisherigen Studien haben sich nur mit der Wirkung von bestimmten Lebensmittel-Gruppen auf den IQ von Kindern beschäftigt, als sich die unterschiedlichen Typen von Mahlzeiten genauer anzusehen".

Dass der Verzehr von Fastfood, gerade auch bei Kindern, in den vergangenen Jahren regelrecht explodiert ist, lässt durchaus böses erahnen. Für viele Menschen erscheint Fastfood dabei als geeignete Alternative zum eigenen Kochen mit frischen Zutaten. (Bequemlichkeit)

Vielen fehlt aber auch einfach die Zeit oder die Lust um gutes Essen für sich zuzubereiten. Das hat natürlich Nachteile. Viele Menschen werden immer dicker, was den meisten eher egal zu sein scheint. Dass damit ebenfalls Krankheitsbilder gefördert werden, wohl auch.

Schon im Jahr 2009 zeigte man in einer Studie (damals an Ratten) der University of Oxford auf, dass Fastfood nicht nur die Verfettung fördert, sondern auch das Gehirn verändern kann.

Wer regelmäßig in Fastfood-Restaurants geht, um sich dort die „Wampe“ vollzuschlagen, oder sich aber Zuhause diverse Fastfood-Produkte in die Mikrowelle/Backofen schiebt, kann auch im Kopf Problemchen bekommen, denn das Gehirn wird dadurch auf längere Sicht psychologisch gesehen „verformt“ (in der Regel negativ).

Auch die Behauptung, mit Fertiggerichten und Fastfood könne man sich günstiger und schneller Ernähren wurde inzwischen mehrfach widerlegt. (Stichwort: Folgeerscheinungen/Erkrankungen = Kosten).

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

Finden Sie passende Bücher:
» Zum Thema gesunde Superfoods

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte