Deutschland: Schweizer Einkaufstourismus soll eingedämmt werden


(C) Michelle Kinsey Bruns, 2008, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Medienberichten zufolge soll der Schweizer Einkaufstourismus erschwert werden. Dazu heißt es mit Blick nach Deutschland, dass durch eine festzusetzende Bagatellgrenze der deutsche Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble den Mehrwertsteuertourismus von Schweizer Bürgern in Südbaden eindämmen will.

So sollen Schweizer, welche in Deutschland einkaufen, erst ab einer Rechnungshöhe von 100 Euro einen Antrag stellen dürfen, um die Rückerstattung der in Deutschland bezahlten Mehrwertsteuer zu erhalten, heißt es in einem aktuellen Bericht der "Stuttgarter Nachrichten".

So können Personen, welche ihren Wohnsitz nicht in der Europäischen Union (EU) haben, etwa in Deutschland gekaufte Waren steuerfrei ausführen. Die Ausfuhr der erworbenen Waren erfolgt dabei über ein grünes Formular, dem sog. Ausfuhrkassenzettel.

Zuletzt hatte die deutsche Zollgewerkschaft benannt, dass rund 150 Zollbeamte an der Grenze zur Schweiz damit beschäftigt wären, jene Zettel auszustellen, heißt es in dem Bericht der "Stuttgarter Nachrichten". Mit Blick auf die Schweiz selbst hat hier wiederum der Einzelhandel darauf gedrängt, dass Maßnahmen gegen Einkaufstourismus zu unternehmen sind.

Dieser hatte sich zuletzt verstärkt, wobei der schweizerische Einzelhandel Umsatzrückgänge zu verzeichnen hatte. Im dem Bericht der Zeitung heißt es zur Sache, dass der deutsche Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble dem Schweizer Botschafter Tim Guldimann zugesichert hätte, dass eine solche Bagatellgrenze im Einkaufstourismus "wohlwollend" geprüft wird. Eine solche ist für Schweizer bereits im Grenzverkehr mit Österreich "aktiv".

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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