Nordkorea: Abgeschossene Rakete hatte Reichweite von über 10.000 Kilometer


(C) Sungwon Baik / VOA, 2012, Bild: Wikipedia (gemeinfrei)

Angaben aus Südkorea zufolge soll die in der vergangenen Woche abgeschossene Rakete von Nordkorea eine Reichweite von über 10.000 Kilometern gehabt haben. Zu diesem Schluss kommt man, nachdem eine Computersimulation durchgeführt wurde, heißt es.

Bei dieser sei angenommen worden, dass die Rakete mit einem bis zu 600 Kilogramm schweren Sprengkopf bestückt wurde, so die Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums. In der Simulation sei jedoch nicht geklärt worden, ob diese Rakete auch dazu in der Lage gewesen sei, vom Weltall aus wieder durch die Atmosphäre in Richtung Erde vorzudringen.

Dies müsste speziell für einen angenommenen ballistischen Interkontinentalangriff nötig sein. Nordkorea hatte von rund anderthalb Wochen eine Rakete des Typs Unha-3 ins All gestartet. Nach eigenen Angaben hätte man einen Forschungssatelliten dorthin befördert.

Die USA und anhängende Staaten vermuten jedoch, dass es sich bei dem Start um einen verdeckten Test einer Langstreckenrakete gehandelt hat, welche mit dem nordkoreanischen Atomprogramm verknüpft sein könnte. Derzeit unterliegt das Land eigentlich wegen zwei in den Jahren 2006 und 2009 durchgeführten Atomtests internationalen Sanktionen.

Zuletzt hatte der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un angekündigt, dass man das Raketenprogramm deutlich weiter ausbauen möchte. Am vergangenen Freitag hieß es dazu, dass man Techniker und Wissenschaftler dazu angewiesen hat, eine größere Rakete zu entwickeln, so die staatliche Nachrichtenagentur KNCA. Entwickelt werden soll eine Trägerrakete mit deutlich größerer Kapazität - welche "eine Vielzahl arbeitender Satelliten, darunter Kommunikationssatelliten" ins All befördern kann.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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