Deutschland: Windparks auf See könnten deutschen Verbrauchern mehr Kosten bescheren


(C) Ethan Kan, 2006, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Dass die sogenannte Energiewende immer teurer wird, haben Kritiker bereits vor dem Startschuss dieser deutlich gemacht. Damals gab es jedoch nur ein ominös verschmitztes Anwaltslächeln als Reaktion. Nachdem nun die Realität eingetreten ist, und sich immer mehr Löcher im Grünen-Energie-Moloch auftun, ist aus dem Lächeln ein leichtes Zucken geworden.

Die Zündschnur der Kostenbombe brennt ungehindert weiter. Die mittlerweile bekanntgewordenen "Irritationen" sind bereits unappetitlich genug. Dass keine neuen hinzukommen würden, glaubte nicht mal mehr der Spatz auf der Eiche.

Medienberichten zufolge sollen nun auch die Verzögerungen beim Bau von Stromleitungen zu Windparks auf hoher See den deutschen Verbrauchern teurer kommen, als man seitens der Bundesregierung bislang "prognostizierte".

Nach einer aktuellen Studie, so berichtet die "Berliner Zeitung", sollen nun noch extra bis zu 2,7 Milliarden Euro an Entschädigungen für die Betreiber von Offshore-Windparks hinzukommen. Erst in der vergangenen Woche hatte man im deutschen Bundesrat ein Gesetz verabschiedet, mit welchem derartige Zahlungen künftig teils auf den Strompreis umgelegt werden - dort "prognostizierte" man eine Milliarde Euro.

Seitens der "Grünen" hatte man zuletzt, aus politischer Taktik heraus, durch den Grünen-Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer zur Sache gesagt: "Schwarz-Gelb hat den Stromkunden keinen reinen Wein eingeschenkt".

Jener hatte auch das Gutachten zur Sache in Auftrag gegeben. Seiner Meinung nach sollten die Mehrkosten nicht auf den Verbraucher abgewälzt werden, sondern der Bund müsse die finanzielle Verantwortung übernehmen. Dass der Bund/Staat kein Geld hat, sondern dieses wiederrum erst den Steuerzahlern abnehmen muss, um es planwirtschaftlich umzuverteilen, scheint er dabei nicht bedacht zu haben.

Dem neuen Gesetz nach haften die Betreiber der Netze für Verzögerungen beim Bau der Stromleitungen. Dies je nach Grad ihres Verschuldens, mit einem max. Betrag von 110 Millionen Euro. Kosten die darüber hinaus gehen, müssten die Verbraucher über die Umlage bezahlen.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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