Deutschland: Arbeitslose höheren Alters rutschen häufig in Hartz-IV ab


(C) Arne List, 2009, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Die Chancen, dass in Deutschland ältere Arbeitslose einen Arbeitsplatz bekommen, der zum Leben auch ausreicht, sind durchaus schlecht. Es rutschen aus diesem Grund immer mehr Menschen in Hartz-IV ab, wobei der Staat außerdem auch noch riesige Summen für die sogenannten Geringverdiener zuschießen muss.

Das sind mittlerweile Milliardensummen, da der recht karge Lohn nicht zum Leben ausreicht. Zwischen den Jahren 2007 und 2011 haben diese Geringverdiener mehr als 53 Milliarden Euro an Hartz-IV-Leistungen erhalten, so eine aktuelle Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage durch die deutsche Linksfraktion, heißt es in einem Bericht der „Passauer Neuen Presse“.

Hier rechnete man auch vor, dass seit dem Start von Hartz-IV sogar mehr als 70 Milliarden Euro geflossen sind. Seitens der Opposition (Linke, Grüne, SPD) fordert man aus diesem Grund eine flächendeckende gesetzliche Einführung des Mindestlohns.

Mit Blick auf das vergangene Jahr wurden an über 1,21 Millionen Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften mit Aufstockern etwa 10,73 Milliarden Euro ausbezahlt, schreibt man. Seitens der Linken kritisierte man in diesem Zusammenhang, durch den Linken-Parteichef Bernd Riexinger: "Da werden Milliarden verpulvert, um Hungerlöhne aufzufüllen".

Seiner Ansicht nach müssten Löhne, die zum Leben nicht ausreichen, "unter Strafe gestellt werden". Auch seitens der SPD sagte Andrea Nahles: "Wer hart arbeitet, muss davon auch leben können".

Man fordert deshalb eine deutschlandweite Einführung des Mindestlohns, dem sich jedoch die FDP und Union verweigern würde. Nach einer aktuellen Auswertung der Bundesagentur für Arbeit wächst das Risiko für ältere Arbeitslose, dass diese keine neue Arbeitsstelle finden, womit sie in die staatliche Grundsicherung abrutschen.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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