BP zahlt Milliarden an Entschädigungen für Privatleute und Unternehmen


(C) United States Coast Guard, 2010, Bild: Wikipedia (gemeinfrei)

Nachdem zuletzt der britische Konzern BP der US-Justiz ein Milliardenangebot zur Entschädigung, wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko im Jahr 2010, gemacht hatte, wurde dieses nun genehmigt. Die Zahlungen von etwa 7,8 Milliarden US-Dollar können damit geleistet werden, bestätigte ein US-Bundesrichter in der jüngsten Entscheidung zur Sache.

Jene Entschädigungszahlungen sollen an Unternehmen und Privatleute gehen, welche durch die Ölpest Schäden und auch teils erhebliche Einbußen erleiden mussten. Im Frühjahr 2010 war es zu einer Explosion auf der Bohrinsel "Deepwater Horizon" gekommen, welche im Endeffekt die schlimmste Umweltkatastrophe in der Geschichte der Vereinigten-Staaten auslöste.

Damals starben elf Mitarbeiter, hunderte Millionen Liter Erdöl ergossen sich ins Meer. Ganze 87 Tage hatte es gedauert, bis der Konzern BP das Leck schließen konnte. Nachfolgend wurden die Küstenbereiche von fünf US-Bundesstaaten verseucht, was letztendlich auch dem Tourismus und dem Fischfand in den betroffenen Regionen massiv geschadet hatte.

Die gefällte Entscheidung des Gerichts wurde sowohl von BP selbst, als auch von den Empfängern der Entschädigungszahlungen begrüßt. BP sieht nun die überwiegende Mehrheit der rechtmäßigen Forderungen erfüllt, wobei man gleichzeitig auch betonte, dass die erzielte Übereinkunft nicht dazu führen wird, dass BP die erwartete Gesamtsumme für Zahlungen in Höhe von etwa 37,2 Milliarden US-Dollar erhöhen müsse.

Die jüngste Billigung der US-Justiz umfasst dabei den größten Teil der privaten Forderungen. Doch mit Blick auf die Strafen und Entschädigungszahlungen an die US-Bundesregierung, muss der Konzern noch weitere Zahlungen in einer zweistelligen Milliardenhöhe leisten. Auch seitens der Aktionäre gibt es Klagen gegen BP. Dies wegen der monatelangen Stopp-Phase für Tiefseebohrungen.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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