Wirtschaft Frankreich: Weiterhin negativ


(C) Wox-globe-trotter, 2010, Bild: Wikipedia (gemeinfrei)

Auch im folgenden Jahr werden die Aussichten für Frankreichs Wirtschaft eher schlecht denn recht bleiben. Das wirtschaftliche Wachstum dürfte aktuellen Prognosen zufolge bei nur etwa 0,1 Prozent liegen, was die ersten beiden Quartale 2013 betrifft.

Die französische Statistikbehörde Insee teilte am vergangenen Donnerstag auch mit, dass sich die Prognose für die ersten sechs Monate des kommenden Jahres recht kurz zusammenfassen lassen - nämlich wie folgt: "Immer noch kein Aufschwung", sagte der Insee-Konjunkturexperte Cédric Audenis.

Was das letzte Quartal dieses Jahres betrifft, wird gar mit einem Rückgang der französischen Wirtschaft gerechnet, dieser dürfte etwa 0,2 Prozent betragen. Mit Blick auf das gesamte Jahr 2012 senkte man die Wachstumsprognose von zuvor bereits mageren 0,2 auf nun gar 0,1 Prozent.

Seitens der Regierung geht man eigentlich von einem Wachstum des BIP von 0,3 Prozent aus. Mit Blick auf das kommende Jahr geht die französische Regierung, zumindest nach aktuellen Einschätzungen, von 0,8 Prozent aus. Ob es auch hier erneute Korrekturen geben wird, muss abgewartet werden.

Aus der Vergangenheit her wissen wir jedoch, dass Korrekturen vollzogen werden, da die vorherigen Einschätzungen zu optimistisch gewesen sind. Mit dem von der französischen Regierung prognostizierten Wachstum für 2013 von 0,8 Prozent, welches notwendig ist, um das Staatsdefizit wie zugesagt auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu drücken, rechnet man seitens Insee eher nicht. Es sei nur schwer zu erreichen, heißt es.

Wenn es ein Wachstum in den ersten beiden Quartalen von nur 0,1 Prozent gibt, dann müsste in den folgenden beiden Quartalen ein Wachstum von ungef. 1 Prozent eingefahren werden, damit die Prognose der Regierung auch wahr wird. Außerdem rechnet man wegen der negativen Wirtschaftslage in Frankreich auch mit der Vernichtung weiterer Arbeitsplätze.

Der Prognose der französischen Statistikbehörde Insee zufolge rechnet man mit dem Verlust von mindestens 75.000 Arbeitsplätzen im ersten Halbjahr 2013. Die Arbeitslosigkeit, die laut der Statistikbehörde im dritten Quartal 2012 bei 9,9 Prozent lag, dürfte im zweiten Quartal 2013 auf 10,5 Prozent anwachsen.

Quelle: Handelsblatt - Bild: Wikipedia (symbolisch)

  
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