Wikileaks will 2013 eine Million Dokumente veröffentlichen - die jedes Land der Welt beeinflussen werden


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Die sogenannte Whistleblower-Plattform Wikileaks hat seitens ihres in der ecuadorianischen Botschaft (London) festsitzenden Mitgründers Julian Assange angekündigt, dass man im kommenden Jahr etwa eine Million Dokumente ins Internet stellen möchte.

Jene Veröffentlichungen würden "alle Länder der Welt betreffen". Assange stellte sich für diese Ankündigung auf den Balkon der ecuadorianischen Botschaft in London. Wo er gleichzeitig eine etwa zehn Minuten andauernde Weihnachtsansprache abgehalten hatte.

Mit Blick auf dieses Jahr (2012) sagte Assange, dass es ein "großes Jahr" gewesen sei. Man habe zahlreiche Dokumente über Wikileaks zu Syrien und anderen Themen veröffentlicht. Auch kritisierte er speziell die Administration der USA und zahlreicher anderer westlicher Länder.

Die Vereinigten-Staaten angesprochen sagte Assange auf dem Balkon: "Wahre Demokratie gibt es nicht im Weißen Haus". Für ihn würde wahre Demokratie darstellen, wenn "Widerstand von Menschen [ausgeübt wird], die mit der Wahrheit gegen Lügen vom Tahrir bis London bewaffnet sind".

Seitens der Botschaft von Ecuador ließ man verlauten, dass Assange die Solidarität der ecuadorianischen Botschafter hätte. Jenen Äußerungen nach würde er verfolgt werden, weil er frei denkt und sich frei ausdrückt. Mittlerweile sei Assange zu einem geschätzten Gast in der Botschaft geworden, hieß es weiter.

Dies sicherlich auch aus einer Zwangssituation heraus, denn wenn Assange das Botschaftsgebäude verlassen sollte, wird er von der britischen Polizei verhaftet. Dies aus dem Grund, da gegen Assange ein Auslieferungsbefehl nach Schweden vorliegt, wo ihm angebliche Sexualdelikte vorgeworfen werden. Hier fürchtet Assange, dass er möglicherweise in die USA "weiterverschoben" werden könnte, wo ihm ggf. die Todesstrafe droht.

Um was es sich genau bei den Veröffentlichungen handelt, muss abgewartet werden. Da Assange aber davon sprach, dass es "...jedes Land der Welt beeinflussen" wird, muss man ggf. davon ausgehen, dass es etwas "Größeres" ist oder auch im Vorfeld ein wenig psychologisches Marketing betrieben wird (Spenden). Weitere Details zum Thema Wikileaks (hier)

Anfang November 2011 gab es eine Meldung, dass von der US-Militärforschungsbehörde Darpa finanzierte Forscher kürzlich ein neues Projekt vorstellten, das der Whistleblowing-Website WikiLeaks und ähnlichen Projekten das Handwerk legen soll. Es handelt sich um eine Software zur automatischen Generierung echtaussehender und kausal-logisch-folgender, jedoch gefälschter, Geheimdokumente, die als Köder genutzt und zur Identifikation von Whistleblowern dienen sollen. Mehr hier

  
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