Roboter in der Medizin - Bisher nur als Gehilfen einsetzbar


(C) Manfred Werner, 2008, (symbolisch) Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Mit Blick auf den Gesundheitsbereich sollen hier künftig mehr Roboter zum Einsatz kommen, um so eine "Entlastung" der Beschäftigten zu bewerkstelligen. Das Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung (Schweiz) hatte zur Thematik ein Gutachten erarbeitet, in welchem man feststellte, dass die erzielten Fortschritte in der KI (Künstliche Intelligenz) und der Produktion von berührungsfreundlichen Materialien auch für den Gesundheitsbereich immer interessanter würden.

Auf der einen Seite spielt dabei die technische Machbarkeit eine wesentliche Rolle, aber auch die zu erwartenden Kosten sind ein Faktor in diesen Belangen. Darüber hinaus spiele auch die Akzeptanz potenzieller Anwender eine durchaus wichtige und zentrale Rolle.

Dem Gutachten zufolge würde die Akzeptanz bei steigender Interaktivität der Geräte abnehmen. So sollen zahlreiche der befragten Personen zu verstehen gegeben haben, dass der zwischenmenschliche Kontakt verloren geht. Auch würden den Robotern wichtige menschliche Merkmale fehlen, wie etwa eine dynamisch-flexible Sicht auf einen Patienten und vorherrschender Situationen.

Jene in der Regel nicht berechenbaren Situationsmerkmale könnten nur durch das Zusammenspiel menschlicher Interaktion, Logik und emotionaler Fürsorge (Gefühle) zusammenspielend funktionieren. Seitens der Projektleiterin Heidrun Becker, vom Departement Gesundheit der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, hieß es auch, dass die Arbeiter sich fürchten würden, dass sie künftig von Robotern ersetzt werden.

Mechanische Assistenten als Gehilfe würden jedoch positiv aufgenommen werden, um etwa Patienten zu heben. Von der Patientenseite her erhoffe man sich, dass ein unabhängigerer Alltag vollzogen werden kann, etwa mit sogenannten "smarten" Rollstühlen, intelligenten Gehilfen oder "Serviceroboter" für den Haushalt.

Dabei macht man deutlich, dass nicht nur die aktuelle Generation der Senioren sich derartige Hilfen durch Robotertechnologie wünscht, sondern auch die zukünftige Generation(en). Die Menschen würden (angeblich) immer älter werden und heute bereits seit der Kindheit mit der Technik aufwachsen, dies könnte dazu beitragen, dass ein "offenerer" Umgang mit den Robotern vorhanden sein wird.

Gegen die Vereinsamung von Senioren könnten möglicherweise sogenannte Telepräsenzroboter zur Anwendung kommen. Hier würden sich "einsame" Senioren eine Art Kommunikationsfreund "halten", was etwa auch die persönliche Anwesenheit einer Pflegekraft oder Arzt ersetzen könnte.

Weitere Informationen zur Thematik erhalten Sie unter dem folgenden Dokument (Pdf) - Eine neue Studie von TA-SWISS - Medienkonferenz vom 18.12.2012 in Bern

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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