Planwirtschaft: EU will Freiheiten der Schweizer Kantone beschneiden


Flagge Schweiz

In den Angleichungsmaßnahmen der Europäischen Union wird nun auch die Schweiz ins Visier genommen. Da hier noch einiges nicht so ist, wie man es im europäisch-brüderlichen Einheitsbild sehen möchte, sollen nun auch die Schweizer Kantone entsprechend federn lassen.

Erst wenn alles gleich ist, herrscht Heiterkeit in Brüssel. Aus diesem Grund sollen etwa auch die Unternehmenssteuern planwirtschaftlich an jene der EU angeglichen werden. Offiziell liegt die Unternehmenssteuer in der Schweiz bei etwa 21 Prozent, damit deutlich unter dem, was etwa in Deutschland oder auch in Frankreich an den Staat "abgetreten" werden muss.

Häufig liegt der effektiv zu zahlende Beitrag auch unter dem Satz von 21 Prozent, da Unternehmen entsprechende Verhandlungen durchgeführt haben. Nach Ansicht der EU würde diese dynamisch offene Möglichkeit anderen Ländern einen Verlust von etwa 30 Milliarden Euro bringen, so ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters.

Aus diesem Grund fordert nun die EU von der Schweiz, dass künftig spezielle Steuervorteile für die etwa 24.000 Unternehmen gestrichen werden sollen. Man wolle nun "Gegenmaßnahmen" entwickeln, die es Unternehmen erschweren sollen, dass diese sich Steuervorteile in der Schweiz sichern können.

Einem Bericht von DWN zufolge sind gar "Schutzzölle" im Gespräch. Jene Maßnahme würde jedoch möglicherweise die Schweizer Industrie vom europäischen Markt ausschließen. Doch bevor es zu Sanktionen durch die EU kommen kann, müssten im Vorfeld verschiedene Hürden in Form von rechtlichen Urteilen und einstimmigen Vereinbarungen überwunden werden, so eine Sprecherin der Europäischen Kommission. Weitere Hintergrunddetails zur Sache, siehe Quelle von DWN.

Quelle: DWN

  
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