Schnupftabak - Bayerische Lebensart durch EU bedroht


(C) Tabacznik, 2006, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Wegen dem neuen EU-Vorstoß für strengere Bestimmungen für den Tabakkonsum kommen gar auch alte Traditionen unter die Räder. Auch in Bayern sieht man das so.

Schnupftabakhersteller in Bayern halten die neuen Bestimmungen der EU-Bürokraten für zu überzogen - ja es würde gar eine Entmündigung des Bürgers darstellen, womit auch direkt die bayerische Lebensart angegriffen wird.

Zuletzt hatte etwa die Traditionsfirma Pöschl gegen den EU-Vorstoß gewettert, denn das Verbot von Aromen bedeutet auch ein Verbot von Schnupftabak. Der Geschäftsführer Patrick Engels sagte in diesem Zusammenhang: "Der nun veröffentlichte Entwurf der Kommission zur Überarbeitung der EU-Tabakrichtlinie ist ein wahres Sinnbild von Überregulierung" (Anmerkung: Planwirtschaft).

Der Entwurf der EU-Kommission würde komplett an der Lebenswirklichkeit vorbei gehen - wodurch die traditionelle bayerische Lebensart über die Hintertür mit Füßen getreten wird.

Wenn letztendlich die vorgeschlagenen, planwirtschaftlichen Verbote der EU-Kommission in die Realität umgesetzt werden, federführend durch den EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg, würde ein in Europa weit verbreitetes Kulturgut - wie der Schnupftabak - in seiner Existenz bedroht sein und die Grundlage für diese gleichermaßen entzogen werden.

Hierzu heißt es seitens Pöschl: "Obwohl weiterhin als solches erlaubt, würde der Schnupftabak quasi durch die Hintertür verboten, da er ohne diese Aromen nicht vorstellbar ist".

Es wird daher gefordert, dass Schnupftabak von den neuen Regelungen der EU ausgenommen wird. Das Unternehmen sieht diesen Vorstoß der Europäischen Union als den ersten Schritt, hin zu einer totalen "Regulierung des individuellen Lebens" an.

Quelle: Merkur - Bild: Wikipedia (symbolisch)

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte