Deutsche Bank erneut durchsucht, wegen Kirch-Prozess


(C) Brais CE, 2012, Bild: Wikipedia (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Nach der Durchsuchung, ist vor der Durchsuchung - sozusagen. Am vergangenen Mittwoch hatte es bei der Deutschen Bank bereits eine großangelegte Durchsuchungsaktion gegeben, etwa 500 Polizeibeamte waren im Einsatz, auch in der Frankfurter Zentrale des deutschen Branchenprimus - es geht um Geldwäscherei, Steuerbetrug und andere Straftatbestände.

Nun ist innerhalb weniger Tage erneut die Konzernzentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main durchsucht worden. Dieses Mal geht es um ein Verfahren wegen versuchtem Prozessbetrug, so ein Artikel vom Handelsblatt.

Dies im Zusammenhang mit dem Kirch-Prozess, heißt es. Man habe bei der Deutschen Bank am vergangenen Mittwoch entsprechende Unterlagen sichergestellt, so der Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch am Donnerstag in München.

Das seit etwa einem Jahr laufende Ermittlungsverfahren richtet sich dabei gegen die ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann und Rolf Breuer und auch gegen den Ex-Aufsichtsratschef Clemens Börsig. Auch gegen den EX-Personalvorstand Tessen von Heydebreck werden Ermittlungen in diesem Zusammenhang geführt.

Seitens der Justiz wird der Verdacht gehegt, dass im damaligen Schadenersatzprozess der Insolvenzverwalter und Erben des Medienunternehmers Leo Kirch gegen die Deutsche Bank falsch ausgesagt worden ist. In diesem Zusammenhang hatte es eigentlich im November 2011 schon eine Durchsuchung bei der Deutschen Bank gegeben.

Am vergangenen Freitag hatte das Münchner Oberlandesgericht den Kirch-Erben Schadenersatz zwischen 120 Millionen und 1,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Wie hoch der zu zahlende Schadenersatz sein wird, müssen nun Gutachter prüfen. Weitere Hintergrunddetails - siehe Quelle von Handelsblatt.

Quelle: Handelsblatt - Bild: flickr (symbolisch)

  
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