Griechenland: Erneuter Generalstreik legt Athen lahm


(C) Klearchos Kapoutsis, 2007, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

An diesem Mittwoch hat es in Griechenland ein weiteres Mal rumort. Die sozialen Missstände treten dabei an immer mehr Ecken und Kanten zum Vorschein. In den letzten zwölf Monaten gab es zahlreiche Streiks gegen die gefahrene Politik des Landes.

An diesem Mittwoch gesellte sich ein weiterer Generalstreik hinzu. In der griechischen Hauptstadt Athen legten Beamte das öffentliche Leben lahm. Der Ausstand sei für 24 Stunden geplant und richtet sich direkterweise gegen die Spar-/Kürzungsvorhaben der Regierung.

Im kommenden Jahr sollen nämlich u.a. weitere Lohnkürzungen erfolgen, obwohl die Lage schon jetzt als "unappetitlich" bezeichnet werden kann. Auch ein möglicher Stellenabbau im öffentlichen Dienst stößt dabei vielen sauer auf.

Seitens der griechischen Gewerkschaft der U-Bahn-Angestellten hieß es zu den weiteren Lohnkürzungsmaßnahmen, dass vor Beginn der Krise das Gehalt eines Mitarbeiters mit 20-jähriger Berufserfahrung etwa 1700 Euro betragen hatte - im kommenden Jahr wird dieses auf nur noch 800 Euro für einen solch langjährigen Mitarbeiter mit entsprechender Berufserfahrung abschmelzen.

Dabei machte man deutlich, dass viele der Mitarbeiter nicht mehr von dem immer weniger werdenden Lohn leben könnten. Aus diesem Grund werde man seitens der Gewerkschaft(en) auch weiter gegen die Lohnkürzungen aufbegehren.

Mit den am heutigen Mittwoch durchgeführten Streiks kam der öffentliche Verkehr in Athen zum Erliegen - in Krankenhäusern hatte man Notdienste eingerichtet. Auch die größte Gewerkschaft von Griechenland, die GSEE, schloss sich der Arbeitsniederlegung an, wobei viele kleinere Gewerkschaften ankündigten, auch am morgigen Donnerstag weiter streiken zu wollen.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch für "Griechenland")

  
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