Amtlich nachgewiesen: Rückstände von Mineralöl in Adventskalendern


(C) peter pearson, 2008, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0) - symbolisch

Vor kurzer Zeit hatte bereits die Stiftung Warentest vor verschiedenen Adventskalendern gewarnt, in denen man Mineralölrückstände nachgewiesen hatte.

Nun hat auch erstmals eine Behörde (Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe) des deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen in einer Untersuchung Rückstände in Adventskalenderschokolade feststellen müssen - möglicherweise mit krebserregender Wirkung, heißt es.

Mit dieser Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse werden jene der Stiftung Warentest bestätigt. Kurze Zeit nach deren Warnhinweis hatten sich verschiedene Hersteller derartiger Adventskalender entsetzt über die Untersuchung der Stiftung Warentest gezeigt, man drohte gar mit einer Klage. Bei der aktuellen Untersuchung stellte man seitens des Landesverbraucherministers Johannes Remmel aber auch klar, dass das Problem nicht nur auf Adventskalender begrenzt sei.

Insgesamt prüfte man beim Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe elf Adventskalender auf mögliche Verunreinigungen mit Mineralöl. Bei gleich fünf der untersuchten Kalender habe man in der Schokolade aromatische Kohlenwasserstoffe festgestellt, heißt es.

Landesverbraucherminister Johannes Remmel sagte dazu: "Die vorliegenden amtlichen Ergebnisse bestätigen die Untersuchungsergebnisse der Stiftung Warentest". Die Lebensmittel- und auch Süßwarenindustrie müsse nun Konsequenzen aus den Ergebnissen der Untersuchung ziehen.

Ebenfalls bestätigte man die von der Stiftung Warentest angezeigte Ursache zur Kontamination der Schokolade. In der durchgeführten Untersuchung hätte man demnach klar nachweisen können, dass die Ursache der belasteten Schokoladenstücke die Druckfarbe der Verpackung gewesen ist. Jene belasteten Druckerfarben würden dabei nicht nur bei Adventskalendern zur Anwendung kommen, sondern "auf viele Lebensmittelverpackungen" zu finden sein, heißt es weiter.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch; kein Bezug)

  
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