Ägypten: Pharao Ramses III. wurde ermordet


(C) Richard H. Wilkinson, Bild: Wikipedia (gemeinfrei)

Es galt lange Zeit als ungelöstes Rätsel, wie der ägyptische Pharao Ramses III. (20. Dynastie) gestorben war. Nun haben Forscher das 3000 Jahre alte Rätsel lösen können und herausgefunden, dass Ramses dem III. die Kehle durchgeschnitten worden war.

Auch Albert Zink, ein Spezialist für Mumien von der Europäischen Forschungsakademie EURAC (Bozen) zeigte keine Zweifel daran, dass der Pharao auf diese Weise ums Leben gekommen ist. Nachgewiesen hatte man den Schnitt durch die Luftröhre per Computertomographie.

Über den Königsmord wurde nun auch der entsprechende Untersuchungsbericht im "British Medical Journal" veröffentlicht. Ramses III. war in den Jahren 1188 bis 1156 vor unserer Zeitrechnung König des ägyptischen Reichs und regierte dieses, im Alter von 65 Jahren soll er verstorben sein - wobei die Todesursache bis zur aktuellen Veröffentlichung ungeklärt war.

In der Vergangenheit hatte es verschiedene Dokumente aus der Zeit Ramses III. gegeben, welche davon zeugten, dass es eine mögliche Verschwörung im Harem gegeben hatte. Durch seine Nebenfrau Teje solle ein Mordversuch unternommen worden sein, womit der Pharao gestürzt werden sollte.

Doch es hatte keine direkten Beweise für diese Verschwörung im Harem gegeben, bis nun mit der Untersuchung festgestellt wurde, dass ein gewaltsamer Akt der Grund für den Tod von Ramses III. war.

Obwohl der Sohn von Ramses erster Frau Isis Anspruch auf die Thron-Nachfolge hatte, wollte Königin Teje ihren Sohn Pentawer zum neuen Pharao machen. Der Mumien-Spezialist von der Europäischen Forschungsakademie EURAC, Albert Zink, hatte in seinen Untersuchungen mit Kollegen aus Deutschland, Ägypten und Italien nun aber herausgefunden, dass die entdeckte Wunde am Hals von Pharao Ramses III. durch die aufgebrachten Bandagen der Mumifizierung verdeckt worden war.

Dabei stellte Zink auch klar, dass es bei früheren Untersuchungen keine direkten Hinweise auf mögliche Verletzungen gegeben hatte, deshalb sei man nun froh über den Fund, denn man hätte diesen nicht wirklich erwartet.

  
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