Putins Ansehen soll einer Umfrage zufolge weiter sinken


(C) kremlin.ru, 2006, Bild: Wikipedia (CC BY 3.0)

Gegenüber dem "Focus" hat Michail Dmitrijew vom liberalen "Zentrum für Strategische Studien" angegeben, dass die Umfragewerte für den russischen Präsidenten Wladimir Putin weiter sinken würden, was einen Druck auf ihn ausübt.

Noch im Jahr 2008 haben etwa 70 Prozent der russischen Bürger Putin vertraut, mittlerweile sind es nur noch 44 Prozent, heißt es in dem Bericht.

Für die russische Staatsführung sei dieser deutliche Abstieg ein Alarmsignal. Wobei angemerkt werden sollte, dass das benannte "Zentrum für Strategische Studien" dem russischen Premierminister Dmitri Medwedew nahesteht.

Die Entscheidungen von Putin würden immer unberechenbarer werden, was zunehmenden Unmut in Kreml-Kreisen verursacht, heißt es. Die unberechenbaren Entscheidungen Putins würden direkt damit zusammenhängen, da dieser immer mehr an Macht verliert.

Dazu zählt etwa auch, dass Putin Beamten und auch seinen Angehörigen befohlen haben soll, dass diese ihre Geschäftsaktivitäten im Westen abbrechen und ihr Geld zurück nach Russland transferieren sollten. Aber auch die Entscheidung zur sogenannten Anti-Korruptions-Kampagne von Putin hätte eine Absetzbewegung in Gang gesetzt, welche bis in innere Zirkel des Kremls reichen würde.

Seitens der Opposition sagte man durch den Oppositionsführer Wladimir Ryschkow, dass man derzeit damit beschäftigt ist, sechs dem Kreml nahestehende potenzielle Nachfolger für Putin in Stellung zu bringen.

Dazu gehören Premier Medwedew, der liberale Ex-Finanzminister Alexej Kudrin, Neu-Verteidigungsminister Sergej Schojgu, der Milliardär Michail Prochorow, Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin und der nationalistische Politiker Dmitri Rogosin.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch für "Putin")

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