GB: Fall Gary McKinnon wird nicht zur Anklage gebracht


(C) Wilsha, 2006, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Medienberichten zufolge soll der als "UFO-Hacker" bekanntgewordene Gary McKinnon wohl nicht in Großbritannien angeklagt werden. Dies hatte zuletzt auch der Direktor der Ermittlungsbehörde Crown Prosecution Service (CPS), Keir Starmer, bekanntgegeben.

So würde der anzustellende Aufwand für einen möglichen Prozess gegen McKinnon "enorm" sein. Man müsste Zeugen aus US-Regierungskreisen in England anhören und auch Beweismittel mit den USA austauschen. Mit Blick auf die geringen Chancen einer Verurteilung würden diese Maßnahmen riesig im umzusetzenden Aufwand und daher nicht gerechtfertigt sein.

Der UFO-Hacker Gary McKinnon hatte sich in den USA in militärische Computersysteme gehackt und wird seit dem Bekanntwerden der Vorfälle von Klägern der USA verfolgt. Zuletzt hatte er eingeräumt, sich in den Jahren zwischen 2001 und 2002 Zugang zu den Computersystemen der US-Regierung verschafft zu haben.

Offiziell begründete er dieses Vorgehen damit, dass er nach Hinweisen und Informationen suchen wollte, welche mit der möglichen Existenz von UFOs zusammenhängen würden. Die US-Regierung bezifferte den damals angerichteten Schaden auf etwa 800.000 US-Dollar, der durch die Aktion Gary McKinnons entstand sei.

Vor etwa zwei Monaten hatte das britische Innenministerium bereits eine Auslieferung McKinnons abgelehnt. Begründet hatte man dies damit, dass die Behörde eine "Gefahr für sein Leben" sehe und damit die Menschenrechte beeinträchtigt würden.

Dabei sollte angemerkt werden, dass Gary McKinnon an einer Form von Autismus leidet. Aus diesem Grund schätzte man seitens in den Fall eingebundener Mediziner ein, dass eine Auslieferung in die USA durchaus Gefahr für einen Selbstmord bergen könnte, wenn McKinnon dort eine langjährige Haftstrafe absitzen müsste.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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