Deutsche Bauindustrie kritisiert Unehrlichkeit bei Bauprojekten


(C) Martin Abegglen, 2008, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Besonders der Staat, die Politik, trägt Schuld an den Kostensteigerungen und Verzögerungen bei Großprojekten wie dem neuen Flughafen BER oder auch Stuttgart 21. Dieser Ansicht ist auch der Verband der Deutschen Bauindustrie.

Zu dieser Thematik sagte der Hauptgeschäftsführer Michael Knipper gegenüber der Süddeutschen Zeitung: "Die Politik neigt leider dazu, die Baukosten aus Angst vor unendlichen Diskussionen nicht ehrlich auszuweisen".

Der Verband hat nach eigenen Schätzungen derzeit etwa 70 Großprojekte in der Bundesrepublik Deutschland "auf dem Radar", mit einem Volumen von circa 48 Milliarden Euro, welche blockiert sind.

Hierzu sagte Knipper gegenüber der SZ: "Wir sind faktisch nicht mehr in der Lage, Großprojekte zu stemmen...Die ganze Welt lacht schon über uns". Bereits beim Projekt Stuttgart 21 hätten Insider gewusst, dass ein "politischer Preis" genannt wurde.

Wie immer, wenn der Staat etwas in die Hand nimmt, kommen planwirtschaftliche Tendenzen heraus. Der „Staat“ (geschweige denn größere Gebilde, EU-LIKE) hat nichts, sondern muss erst den Bürgern an sämtlichen Ecken und Kanten Geld klauen, damit er etwas hat – um jenes Geld planwirtschaftlich umzuverteilen. Aus der Geschichten her wissen wir, dass immer mehr staatliche Regulierungen, Willkür und Co. im Endeffekt zu etwas führen wird, was durchaus in der Gesamtausprägung als unappetitlich bezeichnet werden kann, um dies in milden Worten zu benennen.

Der Vorsitzende des Bundestag-Bauausschusses, Anton Hofreiter, sagte zuletzt gegenüber dem deutschen ARD-Morgenmagazin, dass bewusst mit falschen Zahlen gerechnet wird - obwohl eine Explosion der Kosten absehbar sei. Original: "Eines der Grundprobleme ist die Sucht insbesondere einzelner Ministerpräsidenten, Minister und Abgeordneter nach Prestigeprojekten". (Anmerkung: siehe Wikipedia: Narzissmus oder auch Irrationalität - bezogen auf "...die Sucht insbesondere einzelner...")

Man würde, damit derartige Moloch-Projekte durchkommen, am Anfang den Preis immer massiv nach unten rechnen. Dann würde man mit dem Bau anfangen, weil man ganz genau weiß, dass wenn man einmal angefangen hat, sich danach niemand mehr traut das Projekt abzubrechen.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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