Bundeswehr: De Maiziere rechnet mit mehr Einsätzen im Ausland


(C) Laurence Chaperon, 2010, Bild: Wikipedia (nicht portiert) (CC BY-SA 2.5)

Der deutsche Bundesverteidigungsminister rechnet damit, dass die Deutsche Bundeswehr in Zukunft verstärkt an Auslandseinsätzen beteiligt sein könnte. Gegenüber der Bundeswehrzeitung "aktuell" sagte er: "Ich denke, dass Deutschland häufiger gefragt wird als früher".

Auf der einen Seite sei die Bundesrepublik Deutschland "erwachsen" geworden und auf der anderen Seite würde Deutschland eine "Führungsverantwortung" in Europa einnehmen. Eine international ausgerichtete Einflussnahme könne nur dann stattfinden, so der Minister, wenn sich Deutschland auch bei global-strategisch schwierigen Themen wie „Sicherheit und Finanzen“ beteiligen würde.

Derzeit werde über den Einsatz im westafrikanischen Mali diskutiert, vor allem vor dem Hintergrund der unklaren politischen Situation und "nach einem abermaligen Vorgang, der nach Putsch riecht". Zuletzt hatte sich Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) in gewissem Umfang skeptisch für eine militärische Ausbildungshilfe für Mali geäußert.

Seitens der Europäischen Union möchte man jedoch bis zu 250 militärische Ausbilder in das Land schicken, darunter auch Soldaten der Deutschen Bundeswehr. Mit deren Hilfe sollen die Truppen in Mali in die Lage versetzt werden, zusammen mit verschiedenen Einheiten von Nachbarstaaten, den Norden des Landes zurückzuerobern.

Zuletzt hatte sich auch der deutsche Politiker und Entwicklungsminister Dirk Niebel in die Thematik eingebracht und geäußert, dass die militärische Unterstützung notwendig sei. "Wir dürfen es nicht zulassen, nach Somalia einen weiteren Staat an islamische Extremisten zu verlieren", sagte Niebel der "Berliner Zeitung".

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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