Opel Standort Bochum nach Ansicht Steinbrücks verloren


Symbolisch für OPEL

Ob die Proteste gegen die Schließung des Opel-Standorts Bochum etwas ausrichten werden, ist zu bezweifeln. Zuletzt hatte sich auch der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück in die Thematik eingebracht und gesagt, dass er den Standort für "verloren" ansieht.

Ein Automobilwerk, welches betriebswirtschaftlich nicht haltbar ist, könne keine Staatshilfen bekommen, so Steinbrück gegenüber der ARD in "Beckmann". Dabei richtete er seine Kritik über die Lage des Standorts Bochum auch an den Mutterkonzern General Motors in die USA.

Steinbrück betonte hierbei, dass sich General Motors nicht "anständig" verhalten hätte. "Sie [GM] haben nicht nur in Bochum ihre Autowerke buchstäblich ausgeplündert, über eine gemeinsame Kasse", so Steinbrück in der Sendung.

Bereits in der damaligen Krise des Jahres 2009 wurden entscheidende Fehler begangen. So hätte sich damals nicht nur die deutsche Partei SPD, sondern auch weite Teile der jetzigen Bundesregierung von General Motors getäuscht gefühlt.

Im Jahr 2008 war der Autobauer Opel wegen der ausgebrochenen Wirtschaftskrise in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Damals zog General Motors gar den Verkauf von Opel in Betracht. Hier hatte es von verschiedenen Seiten aus Interesse an einen möglichen Kauf gegeben - wie etwa vom Autobauer Fiat, dem Autozulieferer Magna oder auch dem Finanzinvestor RHJI.

General Motors hatte nach einer vorübergehend angemeldeten Insolvenz diese wieder zurückgezogen und den Verkauf abgeblasen. Staatliche Hilfen wurden damals wegen diverser Streitigkeiten abgesagt.

  
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