Nach Scherzanruf: 2Day FM Moderatoren erhalten Morddrohungen


2day FM

Nachdem sich die Krankenschwester Jacintha Saldanha angeblich selbst das Leben genommen hat, indem sie sich erhängt haben soll, gibt es nun eine neue Irritation in dem Fall. Nach dem Scherzanruf im Krankenhaus, in welchem Prinz Williams Frau Kate (Catherine Mountbatten-Windsor, Duchess of Cambridge) wegen Schwangerschaftsübelkeit zubrachte, haben die beiden Moderatoren des Radiosenders 2Day FM nun Morddrohungen erhalten.

Ein Polizeisprecher sagte zur Thematik, dass die Ermittlungen laufen würden. Im Vorfeld war ein Drohbrief an den Moderator Michael Christian beschlagnahmt worden, in welchem es u.a. hieß, dass "Kugeln mit deinem Namen darauf" auf ihn warten würden.

Zuletzt hatte auch der Fernsehsender ABC berichtet, dass in den vergangenen Tagen einige Drohanrufe beim australischen Radiosender 2Day FM eingegangen waren. Dies ebenfalls in dem Zusammenhang mit der sich scheinbar selbst erhängten Krankenschwester Jacintha Saldanha, welche auf den Scherzanruf des Radiosenders hereingefallen war.

Nach einem Bericht der "Daily Telegraph" sind verschiedene Mitarbeiter des Radiosenders aus Sicherheitsgründen in Hotels verbracht worden, das Führungspersonal des Senders würde von Bodyguards bewacht.

Die benannte Krankenschwester Jacintha Saldanha war vor etwa einer Woche im König-Edward-VII.-Krankenhaus ans Telefon gegangen, in welchem sich Prinz Williams Frau Kate behandeln ließ. Was sie dabei nicht wusste, war, dass die anrufenden Personen nicht jene waren, als die sie sich ausgaben - nämlich als Königin Elizabeth II. und Prinz Charles.

In Wirklichkeit waren es zwei Moderatoren des australischen Radiosenders 2Day FM. Die Krankenschwester Jacintha Saldanha stellte den Anruf zu einer Kollegin durch, welche dann Auskunft über das Befinden von Kate gegeben hatte. Nur drei Tage später war Jacintha Saldanha tot (erhängt im Schwesternheim), wobei offiziell ein Selbstmord festgestellt worden sei.

Zuletzt hatte der Chefermittler James Harman in London zur Sache angegeben, dass es keinerlei "verdächtige Umstände" geben würde, welche auf eine Fremdeinwirkung schließen lassen. Man habe drei Abschiedsbriefe gefunden, welche Saldanha hinterlassen haben soll.

Bei einer Gerichtsanhörung sagte James Harman, dass die aus Indien stammende Krankenschwester leider "erhängt aufgefunden" worden sei. Die danach alarmierten Rettungskräfte hätten nichts mehr für die Frau tun können. Saldanha hinterlässt nach ihrem Tod zwei Kinder und einen Ehemann.

Der vermutliche Grund für den Selbstmord werde nun weiter untersucht, hieß es seitens des Chefermittlers James Harman in London. In Kürze wolle nun Scotland Yard mit der australischen Polizei in Kontakt treten, um eine Zeugenbefragung zu erbitten - auch in London selbst solle es weitere Ermittlungen zur Sache geben. Richterin Fiona Wilcox setzte den nächsten Termin in dem Fall für den 26. März 2013 an.

Zuletzt hatte der australische Radiosender 2Day FM den Hinterbliebenen von Saldanha mindestens 500.000 australische Dollar zur Entschädigung zugesagt. Am vergangenen Montag hatten sich die Radiomoderatoren im Fernsehen für ihren Telefonscherz entschuldigt. Seither waren sie nicht mehr bei 2Day FM auf Sendung.

  
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