Überwachung: USA verwanzen Busse mit Mikrofone und Kameras


(C) CBS_Fan, 2007, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Einem Bericht der britischen Daily Mail zufolge kommen die George Orwell Horror-Szenarien immer weiter voran. In dem Bericht heißt es, dass man im Besitz von Dokumenten von US-Behörden ist, welche zeigen würden, dass ein großangelegter Lauschangriff auf die eigene Bevölkerung gestartet wird.

So sollen etwa Busse mit modernsten Mikrofonen ausgestattet werden, welche gleichermaßen mit Kameras verbunden sind. Diese Überwachungstechnologie kann so etwa die Gespräche der mitfahrenden Insassen abhören.

Außerdem heißt es, dass in verschiedenen Städten die Angestellten von Verkehrsunternehmen bereits schon mithören können. Mit Blick nach Baltimore in Maryland wurden hier im vergangenen November Busse mit diesen High-Tech-Mikrofonen ausgestattet, zudem sind auch Kameras installiert worden.

Die in den Bussen getätigten Gespräche sollen dabei für etwa 30 Tage gespeichert werden. Dieses Unterfangen sei natürlich nur gegen Kriminalität gerichtet, das Beweismaterial (Audio-/Videoaufzeichnungen) wird im Bus gespeichert und kann über eine Schnittstelle auch dort heruntergeladen werden.

Auch berichtet man, dass in Orzak, Arkansas ebenfalls derartige Überwachungstechniken installiert wurden. Joel Gardner von den lokalen Verkehrsbetrieben sagte, dass diese Systeme "Lebensretter" für die Fahrer sind. Man könne so etwa Tonaufzeichnungen abhören, um ggf. falsche Anschuldigungen gegen Busfahrer zu entkräften. (Hauptsache irgendeine positiv klingende Erklärung)

Die Überwachungsmaßnahmen sollen dabei, mit Blick in die weitere Zukunft, weiter ausgedehnt werden. Nach Columbus, Ohio, hat mit San Francisco im Juli eine zweite Großstadt die totale Überwachung beschlossen. Hier sollen in den kommenden vier Jahren mindestens 357 Busse mit modernen Mikrofonen ausgestattet werden, wobei eine zusätzliche Option gegeben wurde, dass mind. 613 weitere Beförderungsmittel entsprechend "aufgerüstet" werden.

Doch nicht nur in diesen Großstädten soll Big-Brother weiter Einzug halten, auch in vielen kleineren Orten, wie etwa Eugene, Oregon, wird zum großen Lauschangriff geblasen. Hier forderten die Behörden zuletzt, dass die neuen Systeme mit Filtern ergänzt werden müssten, um so Motorenlärm, Fahrtwind und andere Hintergrundgeräusche herauszufiltern.

Ob derartige Dinge auch in der Europäischen Union umgesetzt werden könnten, muss abgewartet werden. Doch aus der Vergangenheit her wissen wir, dass vieles auch in unsere Gefilde "exportiert" wurde - zum Schutz der Bürger versteht sich.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte